Für CDU-Landrat Christian Engelhardt kommt zum Genuss noch die beachtliche wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft und des Weinbaus. Beide übernehmen außerdem Pflege und Erhalt der Kulturlandschaft und bereichern mit der Vielfalt ihrer Produkte unsere Lebensqualität. Im dritten Netz-Kamingespräch hatte Engelhardt profunde Kenner der Materie eingeladen und diskutierte mit Heike Knapp, der amtierenden Bergsträßer Gebietsweinkönigin, Dr. Willi Billau, Vorsitzender des Regionalbauernverbands Starkenburg e.V., Otto Guthier, Vorsitzender des Weinbauverbands Hessische Bergstraße e.V. sowie Sebastian Glaser, Kreislandwirt des Kreises Bergstraße, über die Zukunft dieser für den Kreis Bergstraße wichtigen Bereiche.
Deutlich wurde, dass die Landwirtschaft durchaus nicht Kostgänger der Steuerzahler sein will, aber ohne öffentliche Unterstützung nicht auskömmlich produzieren kann: Die von Lebensmittelproduzenten erzielten Preise werden von den großen Einzelhandelsketten bestimmt, sie sind nicht gerecht, weil sie die Aufwendungen nicht decken. Die Höhe der Aufwendungen sind zu einem guten Teil fremdbestimmt: Die Landwirtschaft übernimmt zusätzlich für die Gesellschaft Aufgaben, wie etwa die Landschaftspflege und ist gleichzeitig mit Anforderungen etwa aus dem Bereich des Umweltschutzes befasst, die mit dem eigentlichen Produktionsprozess nur entfernt zu tun haben. Ein beachtlicher Teil der Kosten kann also nicht auf dem Markt erwirtschaftet werden. Dass sich deutsche Verbraucher im internationalen Vergleich auch über sehr günstige Preise für Lebensmittel erfreuen könne, ist gewissermaßen die andere Seite der Medaille. „Solange wir keine gerechten Preise erzielen können, ist die Landwirtschaft auf öffentliche Zuwendungen angewiesen, fasst Sebastian Glaser zusammen.

Zu den strukturellen Herausforderungen muss sich die Landwirtschaft auch den Problemen des Klimawandels und aktuell der Corona-Pandemie stellen. Der Klimawandel begünstigt etwa den Anbau von wärmetoleranteren Rebsorten, die bisher eher in weiter südlicheren Weingegenden angepflanzt wurden. Andererseits stellt sich für den Weinbau wie für die Landwirtschaft insgesamt die Frage, wie auf Dauer die zurückgehende natürliche Bewässerung (Regenmengen) ausgeglichen werden kann. Willi Billau setzt sich für eine Erweiterung der Rheinwasserinfiltration ein, die auch die Grundwassersituation der Wälder verbessern würde. Dafür und für ein Projekt zur Bewässerung der Weinberge kann er auf Unterstützung von Christian Engelhardt zählen.

Aufgrund der Pandemie abgesagte Volksfeste und geschlossene Restaurants haben auch den Weinbau gebeutelt. Heike Knapp hofft, dass es in diesem Jahr wieder Veranstaltungen geben kann, möglicherweise in angemesseneren Formaten, sind sie dich auch ein Ausdruck von Lebensart. Betriebe, die eher auf die Direktvermarktung setzen, sind bisher besser durch die Krise gekommen. „Aber auch die Einrichtung eines Online-Markplatzes produziert Kosten und erfordert Einsatz von Arbeitskraft“, so Guthier. Die Pamdemie wird die Direktvermarktung auch in der Landwirtschaft stärken, waren sich die Teilnehmer sicher. Der direkte Kontakt zwischen Hersteller und Verbraucher eröffnet Transparenz, schafft Vertrauen und beeinflusst letztlich auch die Bereitschaft, gerechtere Preise zu zahlen. Die Steigerung der Effizienz, die Bereitstellung hochwertiger Produkte und durch Vielfalt der Produkte die Betriebe mit mehreren wirtschaftlichen Standbeinen zu versehen, sind Teil der Zukunftssicherung der regionalen Landwirtschaft.

Landratskandidat Christian Engelhardt will sich auch in Zukunft als Partner der Landwirtschaft und des Weinbaus für deren Anliegen einsetzen. Er setzt dabei auch auf die touristische Attraktivität der Bergstraße, denn der Tourismus stärkt die Infrastruktur und trägt mit zum Erhalt von Lebensqualität bei.

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