(Berlin, 23.03.11) Die Solarbranche hat ihr schnelles Wachstum auch im vergangenen Jahr ungebremst fortgesetzt: Die installierte Leistung von Photovoltaik-Anlagen stieg im Jahr 2010 – im Vergleich zum Vorjahr - um knapp 75 Prozent auf rund 17.300 Megawatt, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. Insgesamt gingen demnach Solarstrom-Anlagen mit einer Leistung von rund 7400 Megawatt neu ans Netz. "Der Zuwachs an Solaranlagen im Jahr 2010 war damit fast doppelt so hoch wie 2009", erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth.

Gleichwohl blieb der Solarstrom-Ausbau deutlich unter den 9500 Megawatt, die vorhergesagt wurden. Auf Grundlage dieser Prognose war die Abgabe für die Förderung der erneuerbaren Energien in diesem Jahr von gut zwei auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde angehoben worden. Diese sogenannte EEG-Umlage zahlen die Verbraucher mit ihrer Stromrechnung und unterstützen damit den Ausbau erneuerbarer Energien. Falls sich die - auch noch von anderen Faktoren abhängige - EEG-Umlage 2011 als zu hoch erweisen sollte, würden die Überschüsse bei der Ermittlung der Umlage für 2012 entsprechend verrechnet, kündigte Kurth an.

„So sehr ich den Ausbau der Photovoltaik begrüße, so sehr müssen wir darauf achten, dass die zugrunde liegende Förderung im Interesse der Stromverbraucher kosteneffizient erfolgt und der jeweiligen Marktentwicklung flexibel angepasst wird. Ein zu rasanter und überhitzter Ausbau der Photovoltaik würde die Kosten deutlich erhöhen, die aus der EEG-Umlage für die Bürger entstehen“, so der Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister (CDU).

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