Gesundheitsversorgung und Pflege sind wichtige Pfeiler für ältere Menschen

Zu einem Informationsaustausch trafen sich der Vorstand der CDU-Seniorenunion (SU) Bergstraße und der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister. SU Vorsitzender Jürgen Unger hatte dazu Themen und Fragen vorbereitet, die in den Sitzungen der SU Bergstraße in den vergangenen Monaten diskutiert wurden. Drei Themen standen dabei im Vordergrund, zu denen Dr. Meister ausführlich Stellung bezog.

Der Bereich der Pflege gewinnt nicht nur für ältere Menschen immer mehr an Bedeutung. Auch die Angehörigen der zu pflegenden Menschen sind betroffen. Aus Sicht von Dr. Meister muss die Arbeit in der Pflege in unserer Gesellschaft eine höhere Wertschätzung erfahren. Die Arbeitsbedingungen sollten auf der Basis von Tarifvereinbarungen verlässlich gestaltet werden.

Zur Verbesserung der Qualität in der Pflege und zur Entlastung der Pflegekräfte sollten die Chancen der Digitalisierung stärker genutzt werden. Qualität der Pflege kann auch mit weniger Bürokratie in der Dokumentation gewährleistet werden.

Die familiäre Pflege als wichtigsten Baustein eines Pflegkonzeptes sollte durch Angebote der Kurzzeit- und Verhinderungspflege mehr Unterstützung erfahren.

„Ich plädiere für eine Dynamisierung des Pflegegeldes und einen Schutz der zu Pflegenden vor finanzieller Überforderung“, beschrieb Dr. Meister seine Position zur aktuellen Diskussion um die Finanzsituation der zu Pflegenden Menschen.

Die Sozialrenten sind in diesem Jahr Corona bedingt nicht angestiegen. Für 2022 wird eine Rentenerhöhung in Aussicht gestellt. „Die Rente ist Lohn für die Lebensleistung. Das Prinzip, Leistung muss sich lohnen, muss seine Gültigkeit behalten. Ich möchte am Drei-Säulen-System der Altersvorsorge, gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge und private Altersvorsorge festhalten“, so Dr. Meister. Dabei sollte bei der betrieblichen Rente die Mitnahme der Rentenansprüche beim Jobwechsel verbessert und Menschen mit geringen Einkommen einbezogen werden.

Ebenso ist eine Verbesserung der private Altersvorsorge in Zeiten niedriger Zinsen durch Angebote mit weniger Abschlusskosten und weniger Verwaltungsaufwand erforderlich.

Im Bereich der Gesundheitsvorsorge konnte der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Meister auf die Erfolge im Kreis Bergstrasse hinweisen. „Wir haben in Heppenheim einen starken Gesundheitsstandort für die Menschen im Kreis Bergstraße. Mit einem dreistelligen Millionenbetrag wird in die Sicherung und den Ausbau dieses Standortes investiert“.

Weiterhin wies Dr. Meister auf die Entwicklung von Partnerschaften aller medizinischen Akteure zur Sicherung der Versorgung im Odenwald und im Ried hin. Dazu gehört auch das Ausbildungsangebot

an jungen Ärzten und Ärztinnen bei uns, um unsere Region attraktiv für junge Ärzte zu machen und sie dauerhaft an den Kreis Bergstrasse zu binden.

„Und wir müssen die Lehren aus der Pandemie ziehen und unser Gesundheitssystem durch Beseitigung von Schwachstellen weiter verbessern. Insbesondere der öffentliche Gesundheitsdienst bedarf der Stärkung“, so Dr Meister im Blick auf künftige Anforderungen.

Jürgen Unger bedankte sich für den ausführlichen Meinungsaustausch und bat um eine Fortsetzung auch in der kommenden Wahlperiode. Er sieht die Belange der älteren Menschen bei der CDU am besten aufgehoben und bat Dr. Meister auch künftig um Unterstützung.“

Bildquelle: CDU, Markus Schwarze

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag