(Heppenheim, 18.02.20). Tageseltern sind im Kreis Bergstraße ein wichtiges Betreuungsangebot, das aktuell von über 600 Kindern genutzt wird. Als familienähnliches pädagogisches Konzept wendet es sich an die Kleinsten. Aber es greift auch bis zum 14. Lebensjahr, wenn beispielsweise die Öffnungszeiten anderer Betreuungseinrichtungen den Betreuungsbedarf nicht abdecken können. Als zuständige Dezernentin hatte es sich Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz zur Aufgabe gemacht, durch Verbesserung der Rahmenbedingungen die Kindertagespflege zu stärken. „Die Schwerpunkte, die Diana Stolz setzt, sorgen dafür, dass die Kindertagespflege im Kreis nun auch im Hessenvergleich beispielgebend ist und von einer breiten politischen Mehrheit getragen wird,“ kommentiert die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Birgit Heitland, mit Blick auf die einstimmigen Beschlüsse in den Kreisgremien, zuletzt im Kreistag. Positiv hebt Birgit Heitland auch hervor, dass Anregungen von Tageseltern und Trägern in die Beschlüsse eingeflossen sind und dadurch die Praxisnähe gewährleistet ist.
In einem ersten Schritt hat der Kreis im vergangenen Jahr mit den beiden Trägern in der Kindertagespflege - der Caritas und dem Familienzentrum Bensheim - neue Verträge geschlossen. Diana Stolz: „Mir war es wichtig, das Angebot der Kindertagespflege zu stärken. So haben wir u.a. die Qualifizierung deutlich gestärkt, Vertretungsregelungen geschaffen und den fachlichen Austausch gestärkt.“ Desweiteren wurden Kinderschutzvereinbarungen mit den Tageseltern abgeschlossen.
In einem zweiten Schritt wurden die Geldleistungen für die Kindertagespflegepersonen erhöht. „Im Rahmen einer Satzungsänderung haben wir verschiedene Verbesserungen vorgeschlagen, etwa die Honorierung zusätzlicher Qualifikationen, oder die Zahlung des Regelsatzes in der Eingewöhnungsphase“, so Erste Kreisbeigeordnete Stolz. Erstmals können Landesfördermittel für eine nachweisliche Betreuung auf Grundlage des hessischen Bildungs- und Erziehungsplanes ausgezahlt werden, auch wird die Teilhabe von Kindern mit einem besonderen Förderbedarf erleichtert. In dieser Satzung wird darüber hinaus geregelt, dass der Abschluss einer Kinderschutzvereinbarung mit dem Jugendamt Voraussetzung für die Erteilung der Pflegeerlaubnis ist.

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