Spatenstich auf dem Karolingerplatz eröffnet Umbaumaßnahmen am Welterbe Kloster Lorsch

Geplant hatte man es schon seit 2002. Doch erst die notwendigen Finanzmittel aus dem Programm „Stadtumbau Hessen“ machten vor zwei Jahren den Umbau des Karolingerplatzes östlich der Klostermauer realistisch. Nach so langem Vorlauf war es Bürgermeister Christian Schönung, der am Montag zum ersten Spatenstich im Rahmen des Umbaus unterhalb der Klostermauer eingeladen hatte.

   

Von den notwendigen 700 000 Euro sind damit durch das Land 470 000 Euro abgedeckt, um den im Volksmund so genannten „Festplatz“ optisch ansprechend zu gestalten. Ja, mehr noch:  Mittlerweile hat sich die Stadt Lorsch erfolgreich um Mittel aus dem „Investitionsprogramm für nationale Welterbestätten“ des Bundes beworben. Damit fällt der Karolingerplatz mit in ein großes Umbauprogramm rund ums Kloster Lorsch. Denn die wenig ansehnliche Brache befindet sich in der sogenannten Pufferzone zwischen den zwei Welterbe-Kernzonen Klosterhügel und Kloster Altenmünster. Und damit liegt die optische Meßlatte nun bei mehr als „schön“, nämlich bei „welterbeverträglich“. Denn diese Pufferzone soll aufgewertet, die Blickachsen beruhigt und optimiert werden. Die Umgestaltung wurde folgerichtig vom gleichen Berliner Planungs- und Landschaftsarchitekturbüro ausgearbeitet, das auch für die Maßnahmen in den beiden Kernzonen verantwortlich zeichnet. Gleichzeitig stellte der Spatenstich – obwohl aus anderen Mitteln finanziert – den Maßnahmenbeginn des gesamten Erweiterungsprojektes rund um das Weltkulturerbe dar.

Und so waren neben dem Bürgermeister, zahlreichen Magistratsmitgliedern und Pressevertretern, auch die Repräsentanten der Verwaltung Staatliche Schlösser und Gärten Hessen anwesend. Ebenso mit Lorenz Dexler einer der beiden Geschäftsführer des Berliner Architekturbüros TOPOTEK 1.

Bürgermeister Schönung macht klar, dass der Karolingerplatz trotz allem multifunktional nutzbar bleibt. Das Johannisfest wird dort weiterhin gefeiert werden und auch eine Anzahl Parkplätze werden hier weiterhin im südlichen Teil zur Verfügung stehen. Doch optisch wird man eine grüne Fläche vorfinden (Schotterrasen), die Fläche für das obligate Festzelt wird erdfarben überasphaltiert, die dann vorhandenen Wege in gleichem Farbton befahrbar angelegt. Außerdem wird es einen Rundweg entlang der Klostermauer geben. Entlang der Klosterstraße werden Bäume gepflanzt, um eine mehr parkartige Situation zu erzeugen. Lorenz Dexler sprach von der Maßnahme als einem „würdigen Rahmen“ für die folgenden anstehenden Maßnahmen auf dem Klosterhügel selbst.

Noch in diesem Jahr will man mit den Umbaumaßnahmen fertig sein. Ziel ist es, den Platz schon im nächsten Jahr wieder nutzen zu können. Ob die Verwurzelung des Rasens bis dahin allerdings genügend fortgeschritten sein wird, stellte Lorenz Dexler in Frage. Die gute Laune konnte dies den Männern und Frauen, die zu den Spaten eilten, indes nicht verderben: Endlich geht es los!

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