Neckarsteinach. Der Schwerpunkt des Baus von Windenergieanlagen in Hessen liegt im nördlichen Teil des Bundeslandes. Dort soll auch Anfang Oktober 2016 der Regionalplan Energie Nordhessen verabschiedet werden, mit dem der Bau der Windenergieanlagen in Nordhessen geregelt wird. 1000 m Mindestabstände zur Siedlungsbebauung wie auch die Festlegung, dass 98% der Landesfläche nicht mit Windenergieanlagen bebaut werden dürfen, sind die markantesten Punkte. In Südhessen ist der Planungsprozess noch im Gange. Im Rahmen seiner Sommertour durch Hessen machte der Energie- und Umweltpolitische Sprecher der CDU Landtagsfraktion, Peter Stephan, in seinem Wahlkreis Station in Neckarsteinach.

Dort, im südlichsten Zipfel Hessens, sind derzeit vier Anlagen im Bau. Projektentwickler Jürgen Simon konnte dem Abgeordneten und einigen ihn begleitenden Neckarsteinacher Bürgern so vier unterschiedliche Baustufen von der Fundamentierung bis zum Turmausbau darstellen und erläutern. Dabei galt das besondere Augenmerk der Anlage, bei der derzeit der Turm aufgebaut wird. Ein großer Kran hebt die einzelnen Turmsegmente vom Fundament bis zur Narbenhöhe von 135 m Höhe Ausgiebig informierte sich die Gruppe auch über die getroffenen Umwelt-Schutzmaßnahmen beim Bau und über den späteren Rückbau der Eingriffe nach der Bauzeit. Einer der Teilnehmer warf die Frage auf, warum die per Schiff aus Norddeutschland angelieferten Teile bereits in Mannheim auf Straßenfahrzeuge verladen werden und nicht erst in Heilbronn. Die soll geprüft werden. Die vier im Bau befindlichen Anlagen zu je 3 MW Leistung sollen um den Jahreswechsel in Betrieb gehen und dann Strom für den Bedarf von rund 10.000 Haushalten produzieren. Über eine genossenschaftliche Beteiligung werden sich die Bürgerinnen und Bürger an einem der Windräder selbst beteiligen können. Die Nachfrage bei der Energiegenossenschaft Starkenburg sei groß, wurde den Teilnehmern berichtet. „Was wir sehen konnten, sind die ersten Windenergieanlagen im Kreis Bergstrasse. Sie werden ihren Beitrag zur Energiewende leisten und ebenso wie die Neckarschleusen regenerativen Strom für Industrie und Haushalte bereitstellen. Der in Hessen durch die Regionalpläne gelenkte Ausbau der Windenergie ist wichtig, um die Stromlücken zu schließen, die durch die Abschaltung der Kernenergie und den Rückgang der Kohlekraftwerke entstehen. Neckarsteinach, Hirschhorn und der Kreis Bergstrasse sind auf einem guten Weg ins neue Energiezeitalter“, so Peter Stephan zum Abschluss seines Informationsbesuches im südlichsten Zipfel Hessens.

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