Diese Frage stellte der Bergsträßer CDU Abgeordnete Dr. Michael Meister beim Besuch von zwei Viernheimer Firmen.
 
Die Firma Babylohn Stahlbau GmbH ist ein Familienunternehmen, das von Heinrich Stumpf bereits in der 3. Generation geführt wird. Sie fertigt Stahlbauteile in Form von Maschinenbauteilen, Maschinengehäusen, Fußgängerbrücken und Großrohre für die unterschiedlichsten Ansprüche. Die Firma ist insbesondere im Kraftwerksbau tätig und hat sich hier einen guten Namen erarbeitet. So hat Stumpf derzeit nicht nur Aufträge in Deutschland, sondern sogar in Südafrika und Amerika. Stolz kann Stumpf darauf verweisen, dass er über hochqualifiziertes Personal verfügt.

Von den derzeit 14 gewerblichen Mitarbeiter haben 6 den Meisterbrief erworben. Hierfür haben Sie von Stumpf große Unterstützung, teilweise auch durch Freistellung im Betrieb, erhalten. Zudem bildet er derzeit auch zwei Auszubildende aus. Das Verhältnis zu den Auszubildenden in einem kleinen Betrieb ist sehr persönlich und beschränkt sich keineswegs auf betrieblich Belange. 

So hilft Stumpf auch, private Probleme zu lösen. Unabhängig vom Abschluss ist die permanente Weiterbildung im Betrieb für Stumpf wichtig, um in Zukunft bestehen zu können. Auch die Flexibilität eines kleinen Unternehmens ist gefragt. So ist ein zweites Standbein mittlerweile der Notfalldienst. Es kann durchaus sein, dass der Firmeninhaber selbst am Wochenende tätig wird, da ansonsten die Notfallarbeiten nicht so kurzfristig geleistet würden können.

 

Derzeit sind die Auftragsbücher voll. Trotz der etwas nachlassenden Konjunktur schaut Stumpf optimistisch in die Zukunft. Hohe Flexibilität und permanente Anpassung bei gleichbleibender hoher Qualität an neue Anforderungen sind Stumpf Rezept.
 
Ein weitere kleiner Betrieb ist die Firma Gärtner Maschinenbau. Hier erwartete Dr. Meister ein etwas anderen Firmenbesuch. Manfred Gärtner empfing Dr. Meister mit seiner gesamten Belegschaft mit Kaffee und Kuchen. Der Meisterbetrieb wurde 1965 vom Vater des Firmeninhabers gegründet und ist seit 1996 am jetzigen Standort.

Die Firma fertigt Präzisionsteile nach Angaben, Zeichnungen, Skizzen oder Mustern. Es werden alle zerspannbaren Werkstoffe, wie Stahl, Guß, NE-Metalle und Kunststoffe, bearbeitet. Stolz ist Gärtner darauf, dass er derzeit 3 Auszubildende hat.

„Die Ausbildung liegt mir sehr am Herzen. Wir sind zertifizierter Betrieb und auch noch Topausbildungsstelle“. Gärtner sieht optimistisch in die Zukunft, auch wenn er merkt, dass die Konjunktur etwas nachlässt. Die Auftragslage ist zufriedenstellend, trotzdem etwas schlechter als in den Jahren 2010 und 2011. Gärtner war erfreut, dass Dr. Meister auch offene Ohren für Kritik hat. 

Unverständlich ist für Gärtner der Fachkräftemangel. Es sei keine Lösung, Fachkräfte aus Spanien zu holen. Wir dürfen nicht jammern, sondern müssen selbst etwas tun, also selbst ausbilden. Auch die Regelung der Energiekosten bei den Betrieben bemängelt Gärtner. Es sei eine klare Wettbewerbsverzerrung, wenn große Betrieb bei den Energiekosten entlastet würden, kleine jedoch nicht. Dr. Meister stimmte ihm insofern zu, als die Größe allein kein Entlastungsmerkmal sein könne. Unterschiedlich müssten aber die Energieintensität gewertet werden.

Erfreut waren die Mitarbeiter der Firma , dass Dr. Meister sich auch an sie wandte. So konnten die Auszubildende berichten, dass sie eine Vielzahl von Bewerbungen schreiben mussten, bevor sie eine Stelle erhielten, dass sie sich aber bei der Firm Gärtner sehr wohl fühlten. Gerade das sehr persönliche Verhältnis erleichtere den Einstieg in das Arbeitsleben. Ein Mitarbeiter, ein Spätaussiedler, befragte Dr. Meister, wie sich seine Arbeit in seinem Geburtsland auf die Rente auswirke. Aber auch aktuellen politischen Themen wurden erörtert.

 
Nicht nur beide Firmen, sondern insbesondere die Mitarbeiter der Firma Gärtner freuten sich über den Besuch von Dr. Meister und erklärten unisono, dass es toll sei, dass der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion auch den Kontakt zu kleinen Firmen und zu den Mitarbeitern gesucht habe.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag