Berlin. Überzeugt von der Dringlichkeit der Maßnahme B38a Ortsumgehung Mörlenbach ist auch Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer. MdB Dr. Michael Meister und MdL Peter Stephan konnten in einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium in Berlin Situation und Problematik der
Verkehrsbelastung in Mörlenbach darstellen.

Einigkeit bestand zum einen über die überregionale Bedeutung der B38a Ortsumgehung für die gesamte Region des vorderen Odenwaldes wie auch über Entlastungswirkung für die Anwohner dieser äußerst stark befahrenen Bundesstraße durch eine Ortsumgehung. Auch das Thema der beträchtlichen Nachteile für Pendler und die Unternehmen in der Region durch die Dauerstaus wurde angesprochen.

 
Minister Ramsauer sagte den beiden Abgeordneten seine Unterstützung zu. Er wies darauf hin, dass ein rechtssicherer Planfeststellungsbeschluss Basis für eine konkrete Finanzierungsentscheidung sei. Das ebenfalls anwesende Wirtschaftsministerium aus Wiesbaden berichtete, dass der Erlass dieses Beschlusses für den Herbst dieses Jahres geplant sei.
 
Als konkretes Ergebnis wurde festgehalten, dass die vorbereitenden Untersuchungen und die Ausführungsplanungen zur B38a Ortsumgehung Mörlenbach parallel zu der Erstellung des Planfeststellungsbeschlusses beginnen können. Dieses erfolgt in der Auftragsverwaltung durch das Land Hessen noch in diesem Jahr, so dass mit der Planfeststellung dann auch bereits die Baugrunduntersuchungen und Bauwerksentwürfe als Grundlage für die Ausschreibungsunterlagen für die Baugewerke erstellt werden können.
 
Im weiteren unterstützten Dr. Michael Meister und Peter Stephan den Bundesverkehrsminister in seiner Forderung, dass die Mittel für den Straßenbau dauerhaft erhöht werden müssen, um sowohl die vielen notwendigen Bau- und Erhaltungsmaßnahmen als auch die dringend notwendigen Lückenschlüsse und Ortsumgehungen schneller umsetzen zu können.
 
Abschließend wiesen die beiden Abgeordneten darauf hin, dass es bereits vor rund 20 Jahren eine planfestgestellte Ortsumgehung um Mörlenbach gegeben habe. Um wegen der Verbandsklagen wenigstens den Teil Saukopftunnel und B38a bis vor Mörlenbach bauen zu können, wurde zunächst auf die Umgehung Mörlenbach verzichtet. Nun, so die beiden Abgeordneten, sei es an der Zeit, durch eine Priorisierung der Maßnahme das damalige Versprechen einer schnellen Neuplanung auch umzusetzen.

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