Lindenfels. Vor drei Jahren wurde das Luisenkrankenhaus schon einmal vor der Schließung bewahrt. Belegschaft, Bürger und Teile der Politik hatten gemeinsam mit der damaligen CDU/LWG Bürgermeisterkandidatin gekämpft und Frau Kleiné hatte schließlich erreicht, dass die katholische Kirche dem Krankenhaus eine neue Chance gegeben hat. Die Lindenfelser Bürgerinnen und Bürger haben einen SPD Kandidaten zum Bürgermeister gekürt, der sich offenbar drei Jahre nicht um die Luise gekümmert hat. Der gleiche SPD Bürgermeister weigert sich vier Wochen lang, an sinnvollen Lösungen für die medizinische Versorgung in der Region Lindenfels mitzuarbeiten.  Drei Jahre ist ihm nicht eingefallen, weitere Leistungen für die Luise zu fordern oder auf den Weg zu bringen. Jetzt plötzlich, in der Krise, fällt ihm das ein, dass er die Gynäkologie zurück will und zusätzlich eine hoch spezialisierte Stroke Unit. „Ich lasse mich nicht vor den Karren der SPD spannen. Bensheim hat seine Unterschriften, wie es auch richtig ist, an das Klinikum Mannheim übergeben. Die Klinik in Mannheim hat auch weitere Mittel zur Verfügung gestellt. Frau Hartmann hat bei mir wegen eines Termins zur Unterschriftenübergabe  im Landtag angefragt, mit dem Hinweis, sie wisse noch nicht, wo der Termin stattfinden würde und an wen die Unterschriften übergeben werden sollte. Doch in der Presse war bereits veröffentlicht, dass der SPD Landesvorsitzende die Unterschriften annehmen werde. Selbst der Raum war mir zu diesem Zeitpunkt bekannt. Ich lasse mich nicht gerne veräppeln, schon gar nicht bei einer so wichtigen Frage wie dem Krankenhaus in Lindenfels. Lange bevor Frau Hartmann in Erscheinung trat, habe ich schon Sorge dafür getragen, dass das Hessische Sozialministerium vom ersten Moment an am Runden Tisch mit dabei war. Als das Konzept Luise light von Dr. Wahlig in einem Pressebericht  erstmals erläutert wurde, habe ich sofort dafür Sorge getragen, dass ein erstes Gespräch im Landtag mit der Fachabteilung im Sozialministerium stattfand. Das Hessische Sozialministerium  arbeitet engagiert an Lösungen mit. Warum hat denn Frau Hartmann die Unterschriften nicht zum Runden Tisch mitgebracht um zu klären, wo man diese am besten abgeben würde? Ich werde weiterhin sachlich am Thema mitarbeiten. Ich lasse mich jedoch nicht in eine SPD Kampagne einbinden, die nur dazu dient, die Versäumnisse des Lindenfelser SPD Bürgermeisters zu vertuschen.   Sachliche Beiträge von Frau Hartmann vermisse ich bis heute.  Für die Fragestunde im Landtag habe ich daher zwei Fragen zu den Konzepten für die Region Lindenfels eingereicht, um die Position der Landesregierung auch formell zu erfragen. Gerne bin ich bereit, jedermann und immer über die Arbeit am runden Tisch und mit dem Sozialministerium zu informieren. “

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