Mörlenbach. Unter der Überschrift „Ackerland retten“ hat sich der Vorsitzende der CDU- Mittelstandsvereinigung (MIT) Bergstraße, Herr Werner Hartmann aus Lampertheim, in der Presse gegen die Ausweisung eines interkommunalen Gewerbegebiets von 5 Kommunen im Weschnitztal ausgesprochen. Er steht damit nicht nur im Gegensatz zur CDU/SPD Koalition im Kreis Bergstraße, die im Koalitionsvertrag festhält, dass sie ihre Kommunen bei der Ausweisung von neuen Gewerbegebieten als auch von interkommunalen Gewerbegebieten unterstützen will.

Selbst auf der Internet-Seite des MIT Kreisverbandes Bergstraße, dessen Vorsitzender Herr Hartmann ist, ist unter den Zielen zu lesen: „ Ausweitung von Gewerbeflächen“. „Eigentlich sollte man von dem Vorsitzenden der Mittelstandsvereinigung erwarten, dass er Handwerk und Gewerbe unterstützt. Bei Herrn Hartmann ist genau das Gegenteil der Fall. Wo und wie sollen sich denn Gewerbetreibende im Weschnitztal entwickeln, wenn dafür keine Flächen mehr zur Verfügung gestellt werden dürfen“, so fragt der Mörlenbacher CDU Landtagsabgeordnete Peter Stephan. Gerade durch den interkommunalen Zusammenschluss wird doch eine bessere Nutzung der Fläche erreicht als durch zersplitterte Gewerbeflächen.

„Ich bin gespannt, ob und wie sich die Mitglieder der Mittelstandsvereinigung MIT im Weschnitztal zu den mittelstandsfeindlichen Äußerungen ihres Vorsitzenden stellen. Denn Handwerker, Mittelstand und Arbeitsplätze braucht man nicht nur in Lampertheim, sondern auch im Odenwald“, so Peter Stephan. Ohne Zweifel brauchen Landwirte trotz der von Herrn Hartmann erwähnten EU Subventionen für die Landwirte auch andere Einkommensquellen. So zum Beispiel durch Energiepflanzen. Doch stellt sich dann die Frage, wo ein größerer volkswirtschaftlicher Nutzen erreicht wird: auf 11 Hektar Gewerbefläche mit vielen Arbeitsplätzen oder mit der Produktion von Rapsöl auf 11 Hektar Fläche.

„Ich fordere Herrn Hartmann auf, sein persönliches Problem mit einer Umgehungsstraße in Lampertheim nicht auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger des Weschnitztals abzuladen“, so MdL Peter Stephan.

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