Seit 2005 läuft in Hessen das wohl erfolgreichste Förderprojekt für Hauptschüler mit unterschiedlichem Förderbedarf. Zielsetzung ist, dass jeder Hauptschüler im Regelunterricht so gefördert wird, dass er seinen Hauptschulabschluss schafft und möglichst dadurch auch unverzüglich im Anschluss mit Ausbildung oder Arbeit in das Berufsleben integriert werden kann. Der Kreis Bergstraße hat auf Initiative von Landrat Matthias Wilkes seit 2005 an fünf Hauptschulstandorten im Kreis Bergstraße flächendeckend solche SchuB-Angebote eingerichtet, die auch in einigen anderen Landkreisen erfolgreich zum Einsatz kommen.

Im Odenwald ist dies die Eugen-Bachmann-Schule, an der Bergstraße die Martin-Buber-Schule in Heppenheim und die Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim, im Ried die Alfred-Delp-Schule in Lampertheim und die Alexander- von-Humboldt-Schule in Viernheim. „Nach mittlerweile acht Jahren können wir eine exzellente Erfolgsbilanz vorlegen“, so Landrat Matthias Wilkes, „93,6% aller Hauptschüler konnten in dieser Zeit in den SchuB-Klassen den Hauptschulabschluss erreichen, die große Mehrzahl sogar den qualifizieren Hauptschulabschluss.“ Nur 6,4% der SchuB-Hauptschüler blieben im Durchschnitt ohne Schulabschluss.

„Solche Erfolgsbilanzen konnte kein anderes Projekt im Bereich der Förderung von Hauptschülern bisher erreichen. Würde ein solches Projekt deutschlandweit umgesetzt werden, wären die größten Probleme des Bildungsmisserfolgs bereinigt.“ Vor diesem Hintergrund begrüßt Landrat Matthias Wilkes ganz besonders die Initiative der Landtagsabgeordneten Alexander Bauer und Peter Stephan, auf der Grundlage des Landtagswahlprogramms der CDU Hessen den flächendeckenden Ausbau von SchuB-Klassen als Ziel für ganz Hessen zu verfolgen.

Das besondere „Geheimnis“ dieses großartigen Erfolges ist, dass neben der kleinen Hauptschulklasse, mit durchschnittlich elf Schülern in der achten und neunten Klasse, eine jeweils vom Landkreis finanzierte sozialpädagogische Fachkraft in Begleitung der vielfältigen sozialen Herausforderungen den Schülern zur Seite steht und die Schüler in den letzten beiden Hauptschulklassen jeweils zwei Tage pro Woche in die betriebliche Praxis eines mittelständigen Unternehmens integriert werden. „Gerade diese Betriebe sind es, die nach intensiver Zusammenarbeit mit den jungen Schülern diesen oft anschließend gleich ein Ausbildungsverhältnis anbieten“, so Landrat Matthias Wilkes.

Im Ergebnis waren dies im letzten Schuljahr 36% der Schüler, 29 % konnten für weitere berufsvorbereitende Maßnahmen einen weiteren Ausbildungsabschnitt beginnen und 23 % der Hauptschulabsolventen aus SchuB-Klassen hat einen solch guten Schulabschluss erreichen können, dass sie eine weiterführende Schule besuchen. Nur bei 12% aller SchuB-Absolventen war der Werdegang unmittelbar nach Schulabschluss noch offen. „Mit dieser tollen schulpolitischen Bilanz können wir vor allem dazu beitragen, dass die sozialen Kosten für Hartz IV-Hilfen, Beratungsstellen und andere Leistungen des Sozialstaats im Anschluss an den Schulabschluss deutlich reduziert werden können.

Das Projekt ist damit nicht nur politisch ein voller Erfolg, sondern auch im Hinblick auf die öffentlichen Finanzen und ihre Belastungen für die sozialen Haushalte die beste Antwort“, so die beiden Landtagsabgeordneten Alexander Bauer und Peter Stephan. „Wir werden deshalb nach einem Wahlerfolg dafür eintreten, dass unser Wahlprogramm umgesetzt wird und dieses Angebot nicht nur bestehen bleibt, sondern flächendeckend in ganz Hessen ausgeweitet wird.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag