Einzelmaßnahmen müssen nun ausgeplant werden​

Einen „herzlichen Dank für die sehr gute, konstruktive und erfolgreiche Arbeit“ sprach der umweltpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Peter Stephan, dem Vorsitzenden des Runden Tisches zur Grundwassersituation im Hessischen Ried aus, der den Abschlussbericht vergangene Woche offiziell dem zuständigen Landtagsausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz übergeben hat. „Dass hier in schwieriger Lage ein gemeinsamer Konsens zwischen den Wasserentnehmern und -nutzern, Anliegern, Landwirten und Naturschutzverbänden gefunden wurde, ist gar nicht hoch genug einzuschätzen.

Mit diesem Bericht haben wir eine gute Grundlage für den weiteren Entscheidungsprozess und für eine langfristige Lösung der Gesamtproblematik unter Berücksichtigung der verschiedenen Interessen. Hier zeigt sich, dass es 2012 richtig war, den Runden Tisch zu initiieren und alle Beteiligten zusammenzuführen. Die Situation und Lösungsmöglichkeiten wurden intensiv mit den Betroffenen vor Ort diskutiert. Dieser Weg hat sich als überaus erfolgreich herausgestellt, was vor allem der Arbeit und der Kompromissbereitschaft aller Beteiligter zu verdanken ist“, so Stephan, der den Runden Tisch über die gesamte Zeit intensiv begleitet hat.

Der CDU-Umweltpolitiker warb dafür, den weiteren Entscheidungsprozess sehr sorgfältig anzugehen. Angesichts der Langfristigkeit und der potenziellen Kosten der verschiedenen Handlungsoptionen sei es ratsam, auch in Zukunft sehr genau abzuwägen und die Interessengruppen, die bisher so erfolgreich zusammengearbeitet haben, weiterhin intensiv am Prozess zu beteiligen. „Der Prozess endet nicht mit diesem Abschlussbericht. Wir haben noch viel zu tun, um die schwierige Situation um das Grundwasser und den Wald im Hessischen Ried langfristig zu einem guten und für alle Seiten tragfähigen Ergebnis zu führen“, erklärte Stephan.

Dazu werden im Laufe des Jahrs 2015 weitere Gespräche des Umweltausschusses erforderlich sein Konkrete Entscheidungen über Waldumbau, Aufspiegelung, Kostenbeteiligung und Organisation der weiteren Arbeit stehen noch aus. „Aus meiner Sicht sollten wir den Wasserentnehmern die Pflicht für die Beseitigung von Schäden und den Erhalt der Natur übertragen und ihnen die Möglichkeiten schaffen, die Kosten dafür bei den Begünstigten, also den Verbrauchern des Wassers, zu erheben. Einen Hessischen Wasserpfennig, der im Übrigen damals eine Wasser-Mark war, lehne ich entschieden ab. Warum sollen die Bürger Nordhessens, des Vogelsberges oder des Odenwaldes belastet werden, um die Wasserversorgung der Ballungszentren oder der Landwirtschaft zu bezahlen. Das lehne ich ab“, so MdL Peter Stephan zu den aktuellen Diskussionen im Hessischen Ried.

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