Im Rahmen eines Besichtigungstermins des Landratskandidaten Christian Engelhardt (CDU) zur aktuellen Situation der B 38a erinnerte der Landtagsabgeordnete Peter Stephan daran, dass 1987 eine CDU Landesregierung einen Planfeststellungsbeschluss dieser Straße von Weinheim bis hinter Mörlenbach erlassen hat und den Baubeginn der B38a mit dem Saukopftunnel ermöglicht hat. Klagen gegen diesen Beschluss waren nur deshalb erfolgreich, weil die von 1991 bis Anfang 1999 regierende  SPD Landesregierung nicht alle Maßnahmen zur Klageabweisung wahrgenommen hat.  Der Tunnel war fast fertig, aber die Straße sollte vor Liebersbach enden.  Damals musste dann gekämpft werden, damit die Straße überhaupt bis zur alten B38 gebaut wurde. Dieser Teil wurde dann bis 1999 fertiggestellt. Dauer also rund 7 Jahre für gut 1 km Straße.

Schon damals ist in den Protokollen des Landtags nachzulesen, dass sich der frühere CDU Landtagsabgeordnete Werner Breitwieser noch 1996 mit einem Antrag und einer Rede dafür eingesetzt hat, dass der damalige SPD Verkehrsminister Klemm sich intensiv um die Fortführung der Straße bis vor Mörlenbach kümmern solle, damit überhaupt der erste Teil der Strasse eröffnet werden konnte.

Im Gegensatz zu manch andersfarbigen  Politikern aus der Region hat sich  Werner Breitwieser immer  für die Straße  - und gegen die damalige  SPD Regierung - stark gemacht.

Doch im Gegensatz zur  SPD in Mörlenbach war bei der Landes SPD der Drang, diese Straße zu bauen, nie besonders groß.  So ist im Darmstädter Echo vom 5. Juli 1991 über einen Ortstermin von SPD Ministerpräsident Eichel  im Weschnitztal  zu lesen: “Eichel soll dabei den Eindruck gewonnen haben, dass an der „Ortsumgehung für die Odenwald-Pendler“ nicht gerüttelt werden dürfe. Sonst bestünde die Gefahr, dass die Bergsträßer SPD die Kommunalwahl im Frühjahr 1993 verliere“.  Sichtbar nur aus Angst vor Wahlniederlagen hat sich die Hessen SPD damals nicht gegen die Straße gestellt.

Mit Blick auf die nächsten Schritte für die Umgehungsstraße um Rimbach und Fürth erinnerte Peter Stephan daran, dass Rot-Grün in Berlin auch mit der Stimme der SPD Abgeordneten Lambrecht die Fortführung  im Weschnitztal über Mörlenbach  hinaus aus dem vordringlichen Bedarf  gestrichen hat und diese erst jetzt bei der Neufassung des Bundesverkehrswegeplans wieder aufgenommen werden soll.

Eine lange Geschichte hat diese Straßenbaumaßnahme also; sie muss nun baldigst mit der O2 einer Lösung zugeführt werden und die Fortführung muss nun nach den Vorleistungen von Rimbach, Fürth und dem Kreis Bergstraße  ebenfalls in Angriff genommen werden.

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