Kommunalwahl: Spitzenkandidaten der CDU für die Kreistagswahl suchen den Meinungsaustausch mit Vertretern der Feuerwehr

Heppenheim/Kreis Bergstrasse. Die Wahrnehmung der Freiwilligen Feuerwehren in der Bevölkerung war und ist hervorragend, sagte Fürths Bürgermeister Volker Oehlenschläger.

In seiner Funktion als Spitzenkandidat der CDU-Kandidatenliste für die Kreistagswahl am 6. März suchte er mit den weiteren Spitzenkandidaten Birgit Heitland (Zwingenberg) und Christian Schönung (Bürgermeister von Lorsch) mit den Spitzen des Kreisfeuerwehrverbandes, Wolfgang Müller (Biblis) und Werner Trares (Heppenheim), ein weiteres intensives Gespräch.

„Was kann die Politik für die freiwilligen Helfer tun, was erwarten Sie von uns?“ lautete dazu die Frage. Umgehend kam die Antwort von Müller: „Es wird zunehmend schwieriger, den Bestand an Tageseinsatzkräften zu halten. Arbeitsplätze sind zu weit entfernt, insbesondere im ländlichen Raum.“

Trares ergänzt: „Feuerwehrleute mit gleicher Eignung als andere Bewerber sollten in den Kommunen, in der Verwaltung oder im Bauhof, bevorzugt eingestellt werden.“ Vielerorts wird das auch praktiziert, ebenso wie die „freiwillige Kooperation“ der Wehren untereinander, was mit einer Einkaufskooperation, dem Organisieren und der Pflege der Arbeitskleidung beispielsweise beginnt.“

Die Betonung liegt dabei auf Freiwilligkeit, wie Oehlenschläger vertieft. Dabei stellt er fest, dass seine Partei auf Vertrauen auf die Praktiker vor Ort setzt: „Es funktioniert, wenn die Zusammenarbeit, auch zwischen den Stadtteil- und Ortsteilwehren, von den Feuerwehrleuten selbst ausgeht und nicht von oben verordnet wird.“ Dazu gibt es gerade in jüngster Zeit positive und negative Beispiele aufzuzählen. So herrscht beispielsweise zwischen Lorsch und Einhausen, so Müller, eine sehr gute Kooperation.

Die Bedarfs- und Entwicklungspläne der Feuerwehren, die regelmäßig erstellt und von den kommunalen Gremien verabschiedet werden, schreiben solche Kooperationen mit den Nachbarwehren aber auch in der Kommune untereinander mit Alarmplänen fest.

Grundsätzlich geht es nach den Worten Trares‘ darum, dass die Bedeutung, sich früh für den Brandschutz und die Gefahrenabwehr zu engagieren, in den Köpfen verankert ist. Damit rennen die Feuerwehrleute bei den Entscheidungsträgern und Handelnden vor Ort ohnehin offene Türen ein, wie der Gesprächstermin offenbart.

Trares weiter: „Ein gutes Miteinander der Kommunen ist sehr wichtig. Und das gehört kreisweit gefördert.“ Zur Bewusstseinsschaffung gehört auch das Programm „Partner der Feuerwehren“, worauf die teilnehmenden Unternehmen stolz sind und womit sie durchaus werben können.

Auch der Kreisfeuerwehrverband, so wie die Feuerwehren vor Ort, müssen zusehen, dass der Generationenwechsel vor Ort möglichst frühzeitig ins Auge gefasst wird: Das gilt auch für Wolfgang Müller und Werner Trares in ihrer Funktion als Kreisbrandinspektor und Stellvertreter selbst. Von daher wünschen sie sich auch eine Neustrukturierung  im Brandschutzamt im Landratsamt selbst: „Verband und Amt arbeiten weiter Hand in Hand.“ Dabei begrüßen sie es, dass der neue Landrat Christian Engelhardt auch das Dezernat Gefahrenabwehr übernommen hat.

Großes Gewicht in dem Meinungsaustausch nahm natürlich auch das Thema Nachwuchsförderung ein. Die Kommunen, so die Vertreter der Feuerwehren, sind dazu auch mit finanzieller Beteiligung gefragt. Eine Idee dazu ist, dass Jugendliche, die in die Einsatzabteilung wechseln, noch für einen Zeitraum von etwa einem Jahr weiter betreut werden. Müller: „Es gilt, die Guten zu fördern und nicht zu überfordern.“

Deutlich wurde bei der Vielzahl weiter angesprochener Themen, dass Kommunalpolitiker und Feuerwehrvertreter in „regionalen Bezügen“ denken. Das gilt beispielsweise auch für Ersatzbeschaffungen, deren Notwendigkeit mehrfach überdacht wird, wenn sie von der Nachbarwehr vorgehalten wird, wie Müller versichert.

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