Oberstaatsanwalt a.D. Blum referiert über das „C“ in der CDU

 

Bensheim. Die Mitgliederversammlung des Evangelischen Arbeitskreises Bergstraße (EAK) hat einen neuen Vorstand gewählt und mit Oberstaatsanwalt a.D. Wolfgang Blum über aktuelle Themen diskutiert. Bei den Vorstandswahlen ist Jürgen Hörner (Gorxheimertal) einstimmig als Vorsitzender bestätigt worden. Albert Hermann (Einhausen) wird neuer Stellvertreter. Als Schriftführer wählte die Versammlung Herrn Thilo Bitsch (Bensheim). Komplettiert wird der Vorstand durch die Beisitzer Frau Kämmerer (Lampertheim), Frau Hecker (Lampertheim) und Herr Hedderich (Einhausen). Alle wurden einstimmig gewählt.

Eine couragierte Diskussion mit interessanten Argumenten entspann sich beim Vortrag von Oberstaatsanwalt a.D. Wolfgang Blum, der dem EAK Darmstadt-Dieburg angehört. In seiner beruflichen Laufbahn hat er unter anderem auch NS-Straftaten aufgeklärt und verfolgt. Blum war einige Jahre ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter im Landkreis Darmstadt-Dieburg unter Landrat Dr. Franz-Hermann Kappes (CDU). Kappes vertrat den Wahlkreis Bergstraße im Deutschen Bundestag von 1987 bis 1992.

In seinem Vortrag sprach Blum, der Mitglied der Michaelsgemeinde Bensheim ist, über christliche Werte. So seien die christlichen Feiertage mehr zu beachten – und zu achten. Auf das „C“ in CDU angesprochen, verweist Blum auf das Grundgesetz. Das „C“ bedeutet auch, Verantwortung vor Gott und den Menschen zu haben. Auf die Frage, was Blum unter „Konservativ“ verstehe, antwortet er mit dem Zitat: „Lasst uns am Alten, so es gut ist, halten, doch auf dem alten Grunde, Neues wirken jede Stunde.“ Weiterhin ist für Blum die soziale Marktwirtschaft wichtig. Diese dürfe nicht weiter abgebaut werden.

 

Wolfgang Blum spricht aber auch den Punkt an, dass sich nicht bei allen Sachfragen aus dem Christentum eine einheitliche Meinung ableiten lässt. Über vieles muss immer wieder diskutiert werden, zum Beispiel wie auf den Veranstaltungen des EAK üblich.

 

Zum Abschluss erinnert er an den Werdegang und die Ziele des EAK, der eine Sonderorganisation der CDU ist und die alle evangelischen Mitglieder der Union vertritt. Der EAK hat seit 1952 das Anliegen, die evangelische Stimme in der Partei zu einen und zu stärken. Protestantisches Denken und protestantische Überzeugungen in die Union einzubringen und evangelische Christen zum politischen Engagement zu ermutigen ist ein weiteres Ziel.

 

Stolz sind die EAK- Mitglieder, dass dieses Jahr das 60. jährige Jubiläum gefeiert wird. Blum erinnert an einige ehemalige Vorsitzende und deren Arbeiten und Diskussionsrunden wie zum Beispiel die „Bonner Theologischen Gespräche“, die seit 2000 in Berlin regelmäßig stattfinden.

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