Bergstraße/Lindenfels, 15.06.16 – Der Südhessische Klinikverbund wird das Lindenfelser Luisenkrankenhaus bis spätestens 31. Juli 2016 schließen. Der Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister (CDU) bedauert diesen Schritt des Klinikbetreibers außerordentlich. „Vor allem die Enttäuschung der Mitarbeiter, die sich lange persönlich für die Einrichtung engagiert haben, kann ich sehr gut nachvollziehen“, so Dr. Meister.

Das von Chefarzt Dr. Joachim Wahlig erarbeitete Konzept „Luise light“ war eine realistische Option, um unter anderem eine kleine stationäre Einheit vor Ort zu erhalten. Das wurde auch in den Gesprächen am Runden Tisch deutlich, den der Bergsträßer Abgeordnete ins Leben gerufen hatte. Zu den Voraussetzungen, um „Luise light“ verwirklichen zu können, zählten in einem ersten Schritt ein tragfähiger Wirtschaftsplan, ein Träger für das Vorhaben sowie ausreichendes Eigenkapital. Bei Erfüllung aller dieser Punkte hätte die Basis bestanden, um sich in einem zweiten Schritt erfolgreich um notwendiges Fremdkapital zu bemühen. „Meine Bereitschaft, einen solchen zweiten Schritt von politischer Seite zu flankieren, habe ich stets bekundet. Leider waren bezogen auf den ersten Schritt noch zu viele Fragen ungeklärt“, so Dr. Meister.

In der gegebenen Situation kommt es jetzt darauf an, für Lindenfels, Weschnitztal und Überwald die Idee des medizinischen Versorgungszentrums weiter voranzutreiben. Die ambulante Versorgung vor Ort muss gestärkt werden. Hierfür sollten die Fördermöglichkeiten des Strukturfonds genutzt werden.

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