Der Hessische Landtag hat ein neues Schulgesetz beschlossen. Der Bergsträßer Landtagsabgeordnete und Bildungspolitiker Alexander Bauer erläutert die wesentlichen Neuerungen:  „Das Schulgesetz bedeutet mehr Verantwortlichkeiten und Gestaltungsmöglichkeiten für die Schulen vor Ort“, so Bauer. Diese Reform mit Augenmaß gebe den Schulen die Möglichkeit sich angemessen weiterzuentwickeln.

   

Die Landesregierung habe in ihrer Koalitionsvereinbarung einen Schwerpunkt auf die Bildungspolitik gelegt und setze die dort gemeinsam vereinbarten Projekte verlässlich, kontinuierlich und erfolgreich um. Schulen können sich nun freiwillig auf den Weg zur Selbständigen Schule begeben, welcher umfassende Kompetenzen an die Schulen verlagere. So ermögliche der Gesetzentwurf freiere Gestaltungsmöglichkeiten im Unterricht, der Organisation des Schulbetriebes sowie der Haushalts- und Personalführung. „Schulen können somit stärker als bisher eigene Prioritäten setzen und müssen sich weniger auf zentrale Vorgaben konzentrieren“, so Bauer.

Das neue Schulgesetz trage zudem der Weiterentwicklung des Anspruchs auf sonderpädagogische Förderung vor dem Hintergrund des am 30. März 2007 von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichneten Übereinkommens der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen - UN-Behindertenrechtskonvention Rechnung. „Ein erfolgreiches Bildungssystem erkennt die Unterschiedlichkeit von Kindern an und bietet differenzierte Schulen“, so Irmer. Auf die angemessene schulische Vielfalt komme es an. Viele Förderschulen hätten sich mittlerweile zu überregionalen Beratungs- und Förderzentrum für die Regelschulen entwickelt. Hier findet vielerorts gelebte Vernetzung im Interesse aller statt. „Die bildungspolitische Position der CDU ist am Wohle der Kinder und deren Eltern orientiert. Schulvielfalt und Vernetzung der verschiedenen Fachleute werden als Qualitätsmerkmal gefördert“, so der CDU-Bildungspolitiker.

Ferner erhielten Haupt- und Realschüler eine zusätzliche Zukunftsperspektive durch die Einführung der Mittelstufenschule. „Ich freue mich, dass Hessen die Chance nutzt, gerade den vermeintlich schwächeren Schülern eine Perspektive zu geben“, so Bauer. Schulen haben somit auf Basis der Freiwilligkeit die Möglichkeit ein auf ihr Schülerklientel zugeschnittenes Kooperationsmodell einzurichten. Haupt- und Realschulen können das neue Angebot nutzen, aber auch auf eigenen Wunsch eigenständig bleiben. „Die Mittelstufenschule soll sich durch ganztägige Angebote und mehr Praxisbezug kennzeichnen. Positive Erfahrungen der SchuB-Klassen können in das Konzept übernommen werden“, sagte Bauer.

Der CDU-Bildungspolitiker erinnerte zudem daran, dass Rot-Grün in den Jahren von 1995 bis 1999 bei steigender Schülerzahl 400 Lehrerstellen abgebaut hat. CDU und FDP hätten dagegen in den letzten Jahren 5.650 zusätzliche Stellen im Schulbereich geschaffen. Die Hessische Landesregierung gebe jedes Jahr 1,1 Milliarden EURO mehr für Bildung aus als zu rot-grünen Zeiten. „Bildung hat im Haushalt oberste Priorität. Wir sparen nicht zu Lasten unserer Kinder“, sagte Bauer.

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