Christian Engelhardt ist Landratskandidat der CDU für die Wahl am 22. März 2015. Bei einem Parteitag am Samstag wählten ihn die Delegierten der Union zum Kandidaten, nachdem er von Vorstand, Fraktion und Ortsverbänden der Union vorgeschlagen worden war. Mit grosser Zustimmung - 167 von 175 Stimmen, 95,4% - startet er in den Wahlkampf. Als Landrat des Kreises Bergstraße will der 42-Jährige eine lebenswerte, liebenswerte, vielfältige und zukunftsfähige Region gestalten. Als wichtigste Aufgaben nannte er die Bildung als zentrales Handlungsfeld der Kreispolitik, die Unterstützung für Familien, Förderung der Wirtschaft und Weiterentwicklung der Infrastruktur. "Wir schlagen einen Landrat mit Gestaltungskraft vor, der dem Kreis eine Perspektive bietet", sagte CDU-Kreisvorsitzender Dr. Michael Meister. "Er bewirbt sich nicht um einen Job, sondern ist mit Herz, Verstand und vollem Einsatz bei dieser Aufgabe." Als Volljurist habe er die Qualifikation, um eine Verwaltung und schwierige Verhandlungen zu führen. Dies stellte er bereits als Rathauschef unter Beweis. Christian Engelhardt ist mit Daniela verheiratet, sie haben zwei Töchter, drei und sieben Jahre alt. Nach Jurastudium und Referendariat machte er sich als Rechtsanwalt selbstständig. In 2004 folgte die Wahl zum Bürgermeister der Stadt Frankenberg (Eder) und nach sechs Jahren die Bestätigung im Amt. Derzeit arbeitet er als Geschäftsführender Direktor des Hessischen Landkreistags.

Neben den Kommunalfinanzen gehören Bildung, Wirtschaft und Umwelt zu seinen Aufgabengebieten. Die Bildung ist für Christian Engelhardt ein Schwerpunkt:  "Um die Zukunft unserer Kinder geht es, sie sollen beste Startbedingungen in das Leben erhalten und auf die Herausforderungen des Berufslebens vorbereitet werden. Auch für die Sicherung des Wohlstandes und als Voraussetzung für den Erfolg der Wirtschaft braucht es gute Schulen."

Konkret nennt er die Inklusion als wichtige Aufgabe der Gesellschaft, möglichst bald flächendeckend verlässliche Betreuungszeiten bis in den Nachmittag sowie den Erhalt aller Grundschulen angesichts zurückgehender Schülerzahlen. Die Verzahnung der Schulen mit dem Beruf soll gestärkt werden. Zur "lernenden Region" will er als Landrat den Kreis weiterentwickeln. Für die individuelle Förderung des Einzelnen setzt er auf eine differenzierte Schullandschaft, schließt die Erwachsenenbildung ein. "Familien sind wichtig", erläutert Christian Engelhardt seine Haltung. "Hier wird gegenseitige Verantwortung übernommen und ein Miteinander über Generationen hinweg gelebt." Als Bürgermeister hat er das Modellprojekt "Familienstadt mit Zukunft" umgesetzt.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll verbessert werden. Zuverlässige und gute Betreuungsangebote zählen dazu. Die Hilfs- und Unterstützungsangebote für Senioren - insbesondere bei der Pflege - will er ausbauen. Im ländlichen Raum müsse die ärztliche Versorgung gesichert werden. Wirtschaftsförderung will Christian Engelhardt  zur Chefsache machen. Der Landkreis zeichne sich durch die Lage zwischen den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Neckar, die Nähe zu Universitäten und den Flughafen Frankfurt aus.

Diese müsse vermarktet werden, um Firmen anzusiedeln. "Ich will Unternehmergeist fördern und nicht behindern. Die Arbeit der Unternehmen darf nicht durch Bürokratie gehemmt werden", sagte der Landratskandidat. Die geplanten Ortsumgehungen sieht er als erforderlich zur Lösung von Verkehrsproblemen und wichtig für die Lebensqualität in den Gemeinden. Als Beispiel nannte er die B 38a, für die er sich einsetzen will. Eine bessere Vernetzung der Verkehrsverbünde im Norden und Süden sowie die Vertaktung von Bahn und Bus soll eine attraktive Alternative zum Auto bieten. Die ICE-Neubaustrecke müsse mit bestmöglichem Lärmschutz verbunden sein.

Für diese Aufgaben brauche es einer ausreichenden finanzielle Grundlage. Christian Engelhardt kündigte an: "Im Bereich der Kreisfinanzen werde ich ein streitbarer Landrat sein." Zwar müsse auch das Land sparen, aber die kommunale Ebene müsse die ihr übertragenen Pflichtaufgaben bezahlen können. "Wer bestellt bezahlt", heiße dies kurz gefasst. "Christian Engelhardt kann auf Menschen weit über die Anhängerschaft der CDU hinaus zugehen. Er wird ein Landrat für alle Bergsträsser sein", sagte Dr. Michael Meister.

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