Alexander Bauer zum Kinderförderungsgesetz:

Wir geben ab dem kommenden Jahr noch einmal 70 Millionen Euro oder 17 Prozent mehr für Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung aus und steigern damit die Mittel auf rund 425 Millionen Euro jährlich. Das ist so viel Geld wie noch nie. Damit stellen wir auch weiterhin die hohe Qualität in der Kinderbetreuung sicher. Das Hessische Kinderförderungsgesetz schafft mehr Qualität in den Betreuungseinrichtungen, es werden mehr finanzielle Mittel als jemals zuvor bereitgestellt und die Rahmenbedingungen für die Träger werden deutlich verbessert. Zum Vergleich: Rot-Grün war im letzten Jahr ihrer Regierung die Kinderbetreuung gerade einmal 75 Millionen Euro wert. Es ist deshalb geradezu pharisäerhaft, wenn sich ausgerechnet diese Parteien als Verfechter einer guten Kinderbetreuung aufspielen“, erklärte der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer (CDU) zum hessischen Kinderförderungsgesetz.

 

Leider sei die aktuelle Debatte von vielen Fehlinformationen geprägt. „Verbände und die Opposition führen Wahlkampf auf dem Rücken unserer Kinder und verunsichern in unverantwortlicher Weise Eltern und Erzieher. Das wollen und können wir so nicht akzeptieren. Wir sind an einer sachlichen Debatte zum Wohle unserer Kinder interessiert“ so Bauer. Hohe Qualität stehe bei der Kinderbetreuung nach wie vor im Vordergrund. Auch mit dem neuen Gesetz werden die Gruppen grundsätzlich nicht größer als bisher. Die hohen Betreuungsschlüssel der Mindestverordnung von 2008 gelte künftig als Mindeststandard hessenweit, das bedeute, jedes Kind wird in gleicher Weise versorgt und gefördert.

Die kindgebundene Orientierung führe daher nicht dazu, dass die Gruppen größer werden, sondern vielmehr zu individuell besser angepassten Betreuungsschlüsseln. Je größer eine Gruppe, desto mehr Personal sei vorhanden. Hinzu komme erstmals 15 Prozent zusätzliche Fachkraftstunden für krankheits-, urlaubs- und fortbildungsbedingte Ausfallzeiten. Mit einer speziellen Qualitätspauschale honoriere das neue Gesetz diejenigen Betreuungseinrichtungen, die nach dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan von 0-10 Jahren arbeiten. „Darüber hinaus gibt es eine zusätzliche Förderung für Kinder mit Migrationshintergrund oder aus sozial benachteiligten Familien. Um auch kleinere Einrichtungen, besonders im ländlichen Raum, zu unterstützen, gibt es zudem eine Sonderförderung von 5.500 Euro für Einrichtungen mit nur einer Gruppe“, so Bauer in seiner Mitteilung.

 

 

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