Südhessen, 16.04.13 – Der CDU-Bezirksverband Südhessen bekennt sich eindeutig zu einer Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofes an die ICE-Neubaustrecke Frankfurt/M - Mannheim. Bereits auf dem Bezirksparteitag in 2009 hatte die südhessische CDU hier entsprechend Position bezogen.

Dass der hessische Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) eine Anbindung Darmstadts in Frage gestellt hat, stieß daher bei der jüngsten Sitzung des Bezirksvorstands der CDU Südhessen auf Befremden. Nur über den Darmstädter Hauptbahnhof können Odenwaldbahn und Main-Neckar-Bahn an den ICE-Knoten und die Region Südhessen verkehrlich im erforderlichen Umfang angebunden werden.

„Der Hauptbahnhof Darmstadt darf daher nicht auf das ICE-Abstellgleis kommen“, so der CDU-Bezirksvorsitzende Dr. Michael Meister. Der Bezirksvorstand erneuerte zudem die Forderung der südhessischen Christdemokraten nach einer direkten Verbindung zwischen dem Darmstädter Hauptbahnhof und dem Bahnhof Flughafen Frankfurt/M.

Die ICE-Trasse ist von überragender Bedeutung für unsere Region. Bürger und auch die regionale Wirtschaft werden davon profitieren. Mit einer Realisierung der ICE-Strecke würden zugleich Trassenkapazitäten auf den bereits heute überlasteten Strecken der Ried- und der Main-Neckar-Bahn frei. Dies käme dem geplanten S-Bahn-Verkehr (2. Ausbaustufe S-Bahn Rhein-Neckar) und damit den Pendlern zugute.

Der Vorstand der CDU Südhessen nimmt zur Kenntnis, dass das Bundesverkehrsministerium ein Gutachten für den Eisenbahnkorridor Köln – Rhein/Main – Rhein/Neckar – Karlsruhe in Auftrag gegeben hat. Hintergrund ist, dass tagsüber Engpässe im Schienennetz der Region verbleiben, selbst wenn man die Neubaustrecke hinzurechnet.

Die Gutachter sollen nun eine verkehrliche Konzeption für den Korridor entwickeln und Vorschläge für den Ausbau der Infrastruktur unterbreiten Die weitere Projektumsetzung durch die Deutsche Bahn wird also maßgeblich vom Ergebnis des Gutachtens bestimmt sein, das für Ende des Jahres 2013 erwartet wird.

Ein Neubau von Verkehrswegen wird immer auch zu Belastungen führen, die nie ganz zu vermeiden sein werden. Gleichwohl betont der CDU-Bezirksvorstand mit Nachdruck, dass entsprechende Belastungen für Mensch, Natur und Umwelt auf ein Mindestmaß reduziert werden müssen. Die Belange von Mensch und Natur sind sowohl während der Bauzeit als auch beim Betrieb der geplanten ICE-Strecke zu beachten.

Ferner bekräftigt die südhessische CDU, die Position des Regionalforums ICE-Knoten Rhein-Neckar zur ICE-Neubaustrecke zu unterstützen. Die betrifft insbesondere die Trassenführung im Kreis Bergstraße („weitestgehende Bündelung der ICE-Neubaustrecke mit der A 67 auf der westlichen Seite der Autobahn“) und die Vollanbindung des Mannheimer Hauptbahnhofes im Schienenpersonenfernverkehr.

Der Bezirksvorstand fordert die Deutsche Bahn, das Land Hessen und den Bund auf, die Position der CDU Südhessen bei den weiteren Planungsschritten zur ICE-Trasse zu berücksichtigen.

 

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