Wiesbaden. Im Rahmen einer Anhörung im Hessischen Landtag stellte das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie anlassbezogen ein Gutachten zum Fracking in Nord-Hessen vor.
 
Fracking ist das Auffinden und Gewinnen von Erdgas in besonderen Gesteinsschichten. Während konventionell Erdgas aus großen Erdgas-Blasen gewonnen wird, muss beim Fracking nach einer Bohrung mittels Druck das Gestein in großer Tiefe aufgebrochen werden, dass das Gas auch aus kleinsten Poren herausströmen und so gewonnen werden kann. Dafür werden regelmäßig große Mengen von Wasser und auch kleine Mengen Chemikalien eingesetzt.
 
Im Bezug auf die Gewinnung von Fracking-Gas hat ein Unternehmen für Nordhessen Anträge auf Erkundungsbohrungen gestellt. Mit diesen Anträgen und der Thematik des Fracking hat sich der Umweltausschuss des Hessischen Landtags eingehend beschäftigt. Nach Aussage des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie ist diese Methode aus Umweltschutzgründen in Nord-Hessen allenfalls in sehr kleinen Flächen möglich und ansonsten abzulehnen.

Dabei schließt das Landesamt diese Methode vor allem dort aus, wo Wasserschutzgebiete und Trinkwassergewinnung vorliegen, aber auch in den Flächen von Geo-Naturparks.

 
Nach Auffassung des CDU-Landtagsabgeordneten und umweltpolitischen Sprechers der CDU Landtagsfraktion Peter Stephan bedeutet dies, dass diese neue Methode, die heute in Norddeutschland und in vielen anderen Ländern zur Anwendung kommt, für Südhessen nicht in Frage kommt. Für Südhessen liegen aber auch keine Anträge auf Erkundungsbohrungen vor.
 
Nicht berührt davon sind Gewinnung von Erdöl und Erdgas nach konventionellen Methoden, mit denen auch in Südhessen weiter Öl und Gas gefördert werden soll.

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