Die CDU Landtagsabgeordneten Alexander Bauer und Peter Stephan, die sich beide gemeinsam mit den Schulpolitikern für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Schubklassenkonzeptes eingesetzt haben, begrüßen die Mitteilung von Kultusminister Lorz. Diese Entscheidung ist nach der Rückkehrmöglichkeit für die 6. und 7 Klassen der G8 Gymnasien zu G9 ein weiterer wichtiger Meilenstein der neuen Hessischen Schulpolitik.

Die Rückkehrmöglichkeit zu G9 ist vor allem ein wichtiger Schritt für das Überwald-Gymnasium in Wald-Michelbach. Minister Lorz, der im August 2013 – damals noch als Staatssekretär - auf Einladung von Peter Stephan das Überwald Gymnasium besucht hatte, hatte damals zugesagt, alle Möglichkeiten für das ÜWG auszuloten. „Diese Zusage wird mit dem neuen Schulgesetz nun erfüllt“, so CDU MdL Peter Stephan.

**„Landesregierung eröffnet abschlussgefährdeten und besonders förderbedürftigen Jugendlichen auch weiterhin größtmögliche Zukunftschancen“ **

„Mit der Ankündigung von Kultusminister Lorz in der heutigen KPA-Sitzung zur Fortsetzung der SchuB-Klassen hat die Landesregierung ein weiteres bildungspolitisches Versprechen eingelöst und den betroffenen Schulen dadurch Planungssicherheit und Perspektiven verschafft. Auch nach dem Auslaufen der projektgebundenen Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zum Schuljahr 2013/14 wird die Landesregierung eine Weiterführung der Initiative ‚Schule und Beruf‘ in vollem Umfang sicherstellen. Ungeachtet der zu Beginn der neuen Förderperiode 2015/16 eintretenden Mittelkürzungen aus den europäischen Fördertöpfen wird die Landesregierung dabei sicherstellen, dass der Umfang von 64 SchuB-Klassen unvermindert und ohne Ressourcenkürzungen aufrechterhalten werden kann.

Für das Übergangsjahr 2014/15 können in den 8. Klassen zudem Lerngruppen mit erhöhtem Praxisbezug eingerichtet werden, deren Mittelzuweisung in gleichem Umfang wie bei SchuB sichergestellt wird. Die Landesregierung nimmt sich somit auch weiterhin mit großer Fürsorge und hoher Verantwortung der abschlussgefährdeten und besonders förderbedürftigen Schülerinnen und Schüler an. Dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss - bezogen auf alle Schulentlassenen aus allgemeinbildenden Schulen - in Hessen in den zurückliegenden zehn Jahren um fast zwei Drittel auf einen historischen Tiefstand von 2,6 Prozent gesenkt werden konnte, ist dabei maßgeblich auf die Initiative der SchuB-Klassen zurückzuführen“, kommentierte der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Hans-Jürgen Irmer, die heutige Ankündigung des Kultusministers zur Fortsetzung der SchuB-Klassen. Auch der Sprecher der CDU-Fraktion für Berufliche Bildung, Hugo Klein, zeigt sich hocherfreut über die Weiterführung der SchuB-Maßnahme: „Das im Schuljahr 2004/05 an damals zunächst 23 Standorten eingerichtete SchuB-Modell läuft mittlerweile mit großem Erfolg an 64 Schulstandorten. Seit Projektbeginn im Schuljahr 2004/05 ist die Zahl der Jugendlichen im SchuB-Projekt von 312 auf 2.273 im Schuljahr 2012/13 gestiegen.

Rund 90 Prozent der teilnehmenden Jugendlichen konnten im Verlauf der Förderung erfolgreich einen Hauptschulabschluss erwerben, etwa ein Drittel erhielt bereits im Verlauf der Maßnahme eine verbindliche Zusage für einen Ausbildungsplatz. In den SchuB-Klassen werden abschlussgefährdete Schülerinnen und Schüler während der 8. und 9. Jahrgangsstufe unter qualifizierter Begleitung durch sozialpädagogische Fachkräfte durch einen Unterricht mit besonders hohen Praxisanteilen nachhaltig gefördert. So werden die Schülerinnen und Schüler an drei Tagen pro Woche in der Schule unterrichtet und lernen an den an den übrigen zwei Wochentagen in einem Betrieb ihrer Wahl.

Diese Verknüpfung aus Theorie und Praxis unter qualifizierter sozialpädagogische Begleitung ebnen den betroffenen Schülerinnen und Schülern den Weg in das Berufsleben und eröffnen dadurch Perspektiven für eine berufliche Zukunft und damit auch für die eigenständige und selbstverantwortliche Bewältigung des Lebensalltags. Das Modell der SchuB-Klassen ist somit eines der bundesweit effizientesten und erfolgreichsten Projekte zur Reduzierung der Schulentlassenen ohne Abschluss und zur Gewährleistung bestmöglicher Zukunftschancen auch der abschlussgefährdeten und besonders förderbedürftigen Schülerinnen und Schüler“, so Klein.

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