Am Dienstag, dem 09.April informierte CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Michael Meister, anlässlich des mehrmals jährlich stattfindenden Gesundheitsforums Bergstraße, Repräsentanten der Gesundheitsbranche über die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen der Gesundheitspolitik.  Der Veranstaltungsort des Forums findet nach dem Rotationsprinzip in den verschiedenen medizinischen Einrichtungen im Kreis Bergstraße statt.

Dieses Mal übernahmen Dr. Metzger und Dr. Nieswandt die Gastgeberrolle und begrüßten die vielfältige Teilnehmergruppe, bestehend aus Vertretern von Ärzten, Apothekern, Vertretern von Krankenkassen und Herstellern medizinischer Produkte in ihrem neuen Praxiszentrum coMED in Heppenheim.

Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf den Rahmenbedingungen und Auswirkungen der aktuellen Reformen auf das Gesundheitswesen. Im Einzelnen erläuterte Dr. Meister die Intentionen der Bundesregierung, die Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften und Rettungsassistenten weiter zu fördern und die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten zu verbessern.

Durch bessere Dokumentation medizinischer Behandlungen und eine Stärkung der Patientenrechte soll das Gesundheitswesen transparenter und gerechter werden. Auch die Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung stellt einen zentralen Punkt der aktuellen Reformen dar. So sollen Strukturen, Reichweite, Qualität und Wirksamkeit der Früherkennung durch die flächendeckende Einrichtung klinischer Krebsregister verbessert werden.

Darüber hinaus thematisierte Dr. Meister die bessere Finanzierung der Krankenhäuser in den Jahren 2013 und 204 im Volumen von 880 Millionen Euro. Mit der Finanzierung werden unter anderem Schwerpunkte gesetzt, um Engpässen im Bereich der Pflege- und Hygieneförderung entgegenzuwirken. Man verfolge die Intention, einerseits den Mangel an Fachkräften zu reduzieren und andererseits durch bessere Hygienekontrollen die Ausbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen. Zusätzlich soll das Geld verwendet werden, um bei den Budget-Verhandlungen der Krankenhäuser den vollen Orientierungswert anzusetzen.

Dieser Wert bildet die tatsächliche Kostensteigerung der Krankenhäuser ab und wird vom Statistischen Bundesamt errechnet. Das Ziel seien ein fairer und rationaler Umgang mit den Kosten des Krankenhausbetriebs und eine Hilfestellung bei Finanzierungsproblemen.

Zum Abschluss des Forums hatten die Teilnehmer Gelegenheit in einer Diskussionsrunde über die Themen des Tages zu sprechen, ihre Meinungen vorzutragen und mit Dr. Meister offene Fragen zu klären. Die nächste Sitzung des Gesundheitsforums Bergstraße wurde für den 28. August angekündigt.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag