„Normalerweise sitze ich immer auf der anderen Seite des Verhandlungstisches“ merkt der CDU- Landratskandidat Christian Engelhardt schmunzelnd an, als er sich mit Vertretern des Fahrgastverbands Pro Bahn zum gegenseitigen Austausch in Bensheim trifft. Damit spielt Engelhardt auf seinen derzeitigen Beruf als Geschäftsführender Direktor des Hessischen Landkreistages an. Dort vertritt er als „Cheflobbyist“ die Interessen der Hessischen Landkreise gegenüber der Hessischen Landesregierung und streitet vor allem für eine bessere Finanzausstattung. Die Vertreter von Pro Bahn, der Regionalvorsitzende Dr. Gottlieb Gienger, Peter Endemann und Sven Grahner hatten den CDU-Landratskandidaten um einen Gesprächstermin gebeten, um ihm die Anliegen und Sorgen der Bahnkunden im Kreis Bergstraße ans Herz zu legen. Um mit dem Fahrgastverband zu sprechen hatte Engelhardt kurzfristig einen Termin möglich gemacht, da ihm die Anliegen der Bahnfahrer wichtig sind und er der Meinung ist, dass „die Betroffenen stets die besten Ansprechpartner sind, wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen“. Einigkeit bestand zwischen den Vertretern des Fahrgastverbandes und Engelhardt bezüglich der Problematik der Lage des Landkreises zwischen den beiden Verkehrsverbünden VRN und RMV.

Dies führe zu einer „Sandwich-Lage“ sagte Gienger und sprach damit vor allem das Schnittstellenproblem zwischen VRN und RMV an. Bezüglich dieser Thematik hatte sich der Landratskandidat bereits mit dem Geschäftsführer des VRN, Volkhard Malik und dem Chef-Verkehrsplaner des RMV, Florian Busch getroffen und das Problem angesprochen. Sollte er Landrat werden, will es sich Christian Engelhardt zur Aufgabe machen, dieses Schnittstellenproblem anzugehen. Als Fernziel strebt der Landratskandidat sogar eine gemeinsame Metropolregion Rhein-Main-Neckar an, in dessen Mittelpunkt sich der Kreis Bergstraße befinden würde.

„Das würde sich auch positiv auf die verkehrstechnische Lage auswirken“, glaubt Engelhardt. Auch für eine bessere Anbindung des Landkreises an Frankfurt und den Frankfurter Flughafen will der Landratskandidat eintreten. „Das Verkehrsangebot muss sich mit der Lebenswirklichkeit der Menschen decken“, findet Engelhardt und war sich mit den Interessenvertretern von Pro Bahn einig. Bezüglich der Forderung nach einer Erhöhung der Regionalisierungsmittel bestand ebenfalls Einvernehmen. „Hier steht der Bund eindeutig in der Pflicht“, findet der Landratskandidat. „Dank der Privatisierung der Deutschen Bahn spart der Bund Jahr für Jahr viel Geld. Diese Mittel müssen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung gestellt werden“, fordert der CDU-Kandidat und traf auf Zustimmung seitens seiner Gesprächspartner. Zum Abschluss des Gesprächs wurde an den Landratskandidaten die Bitte herangetragen, sich in Zukunft öfters zu treffen um über infrastrukturelle Themen und die Sorgen und Nöte der Fahrgäste zu sprechen. Diesbezüglich sicherte Engelhardt gerne eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu. „Mit der Verkehrskommission des Kreises Bergstraße möchte ich, wenn ich als Landrat gewählt werden sollte, zu einem regelmäßigen Austausch zusammenkommen“, versprach Christian Engelhardt.

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