Junge Union Südhessen informiert sich über Integrationsprojekt „Ich bin ein Viernheimer“

Mitglieder der Jungen Union Südhessen besichtigten vergangene Woche (07.07.) das katholische Sozialzentrum in Viernheim. Im Rahmen des Jahresthemas „Kommunale Herausforderungen und Chancen“ befasst sich der Bezirksverband unter anderem mit Integrationspolitik, die durch die steigenden Flüchtlingszahlen wieder verstärkt ins Blickfeld geraten ist. Das von der katholischen Pfarrgemeinde getragene Projekt „Ich bin ein Viernheimer“ wurde mehrfach ausgezeichnet und hat überregionale Bekanntheit erlangt. Durch die Vermittlung von Sprachtandems, Praktikumsplätzen und ein Angebot an ehrenamtlich organisierten Deutschkursen konnten deutliche Erfolge erzielt werden. Grund genug für die jungen Christdemokraten, sich nach dem Erfolgsrezept der Initiative zu erkundigen. Gemeindereferent Herbert Kohl führte die jungen Erwachsenen durch die Räumlichkeiten des Sozialzentrums bestehend aus Tafel, Kleiderkammer, Waschkaffee und Vesperstube. Bedürftigen wird hier umfassende Hilfe angeboten – vor allem dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer. Nach der Führung beantworteten die Flüchtlinge Ali aus Eritrea und Kebi aus Äthiopien die Fragen der JU´ler. Beide helfen anderen Flüchtlingen dabei, sich in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden und bieten Sprechstunden im hierfür eingerichteten Integrationsbüro an. „Wir sollten die Flüchtlingsströme als Chance begreifen“, macht Kohl im Gespräch deutlich, „aufgrund des demographischen Wandels bergen die oftmals jungen Flüchtlinge ein enormes gesellschaftliches Potenzial.“ Auch auf die Frage, was an der aktuellen Integrationspolitik verbessert werden könnte, hat der Gemeindereferent eine Idee: „Es kann mehrere Monate dauern, bis ein Flüchtling den wichtigen Sprachunterricht erhält. Dieses Verfahren kann sicherlich beschleunigt werden, man sollte sofort mit dem Unterrichtsangebot starten, wenn der Erfolg des Asylverfahrens absehbar ist.“ Die Ideen und Eindrücke nahmen die JU-Mitglieder gerne mit. „Das Engagement der ehrenamtlichen Helfer ist beeindruckend“, erklärt der JU-Bezirksvorsitzende Thomas Schaumberg, „und der Erfolg des Integrationsprojektes spricht für sich. Es zeigt, dass diese kommunale Herausforderung nicht nur bewältigt, sondern in einen echten Mehrwert für eine Gemeinde verwandelt werden kann.“

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