Mittendrin. Dieses Wort ist ein Teil des von der CDU Bergstraße für Christian Engelhardt gewählten Wahlslogans „Modern. Menschlich. Mittendrin.“. Doch für den CDU Landratskandidaten ist „Mittendrin“ nicht nur ein Wort, sondern Teil seiner Philosophie. Darum steht er am Nachmittag des 24. Januars im Gasthaus Adler allen interessierten Bürgern Neckarsteinachs und Hirschhorns zwei Stunden lang Rede und Antwort auf ihre Fragen.

Zunächst stellte sich der Landratskandidat vor und freute sich, dass die Bürger seinem Aufruf so zahlreich gefolgt waren. Dann kam er auf seine Konzepte und Visionen zu sprechen, die er im Falle seiner Wahl zum Landrat gerne angehen würde. Zu Beginn ging Engelhardt auf das Thema Schule und Bildung ein. Für Christian Engelhardt „das zentrale Thema unserer Zukunft“. Aufgabe der Bildungseinrichtungen müsse es sein, einerseits Exzellenz für unsere innovationsgestützte Wirtschaft zu schaffen, andererseits aber auch dafür zu sorgen, dass kein Kind auf der Strecke bleibt. „Hier kann der Landkreis einiges tun“, so Engelhardt. Konkret sprach sich Engelhardt für eine zuverlässige und flexible Kinderbetreuung aus. So will der CDU-Kandidat die Idee des „Pakts für den Nachmittag“ weiter vorantreiben.

Ziel sei ein Landkreis, in dem überall und zuverlässig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestmöglich gewährleistet wird. In Bezug auf das Thema Inklusion sei es wichtig zu lernen, dass Menschen unterschiedlich sind, aber jeder den gleichen Wert hat. Das sei es auch, was er mit dem Wort „Menschlich“ verbinde. Um das Ziel zu erreichen müssen an den Schulen die notwendigen Umbaumaßnahmen eingeleitet und die Lehrer weitergebildet werden. Bezüglich des Themas Infrastruktur nannte der Landratskandidat als wichtige Projekte die B38a, den Lärmschutz an der geplanten ICE-Ausbaustrecke sowie den Ausbau des ÖPNV – und hier besonders die Schnittstellenprobleme zwischen RMV und VRN. Er sehe es als Aufgabe eines Landrats die vor Ort gewünschten Dinge voranzutreiben und sich für die kommunalen Interessen stark zu machen.

Als „moderner“ Landrat wolle er außerdem gemeinsam mit den Gemeinden dafür sorgen, dass nicht nur der flächendeckende Breitbandausbau im Landkreis abgeschlossen werden, sondern auch in Ortszentren sowie an besonderen touristischen Gebieten so genannte „W-Lan- Hotspots“ geschaffen werden, mit denen man mobil im Internet surfen kann. Ebenfalls „Modern“ ist seine Idee, im ländlichen Raum Anrufsammeltaxis, Rufbusse und weitere bedarfsorientierte und flexible Angebote in die Fahrpläne zu integrieren und so den ÖPNV zu stärken. Zur finanziellen Ausstattung der Kommunen konnte Engelhardt als derzeitiger Direktor des Landkreistages und damit Verfechter der Interessen der Landkreise natürlich auch einiges sagen. Seine Kernbotschaft, die bei den Neckarsteinachern und Hirschhornern auf breite Zustimmung stieß, lautete:

Die oberen Ebenen müssen die Kommunen und Kreise finanziell so ausstatten, dass diese ihre Aufgaben erfüllen können. Im Anschluss hatten die Bürger die Möglichkeit dem Kandidaten Fragen zu stellen, was diese auch ausgiebig nutzten. Dabei ging es beispielsweise um die Unterbringung der Flüchtlinge, aber auch um lokale Fragen wie dem Verkehr auf der Neckarstraße. Engelhardt erläuterte seine Sichtweise und sagte zu, auch zukünftig – falls er der neue Landrat sein werde – direkt bei Anliegen der Bürger ansprechbar zu sein. Es sei die große Chance der Kommunalpolitik, dass man nah am Menschen sei. Kommunale Selbstverwaltung sei eben „Mittendrin“ und dass wolle er sein.

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