Rolf Reinhard ist einer der wenigen Bürgermeister den der CDU-Landratskandidat Christian Engelhardt im Rahmen seiner „Tour durch den schönen Kreis Bergstraße“ noch nicht offiziell getroffen hat. Natürlich sind sich beide bereits bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten begegnet, der offizielle „Antrittsbesuch“ im Rathaus fand jedoch erst jetzt statt. Im Gespräch der beiden leidenschaftlichen Kommunalpolitiker (Reinhard als aktueller Bürgermeister Abtsteinachs und Engelhardt als ehemaliger Bürgermeister der Stadt Frankenberg) drehte sich vieles um die Förderung des ländlichen Raumes. Engelhardt betonte, dass ihm der ländliche Raum sehr am Herzen liegt und dieser einen besonderen Schwerpunkt in seinem Wahlprogramm einnehme, was beim Bürgermeister auf großen Zuspruch stieß.

Die Wirtschaftsförderung und die Ansiedlung von Gewerbe, insbesondere in den ländlichen Gebieten des Kreises, ist Engelhardt ein weiteres Herzensthema. Als ehemaliger Bürgermeister einer Gemeinde in einem besonders strukturschwachen Raum kennt der Landratskandidat die Sorgen und Nöte der Odenwälder Bevölkerung. Durch eine gezielte Wirtschaftsförderung – in Zusammenarbeit mit den Kommunen und der Wirtschaftsförderung des Kreises Bergstraße – will der Landratskandidat ein „Ausbluten des ländlichen Raumes“ verhindern. Damit die Menschen in der Region bleiben, müsse man die nötigen Rahmenbedingungen für ein attraktives Wohnumfeld schaffen. Dazu zählt laut Engelhardt beispielsweise der flächendeckende Ausbau mit „schnellem Internet“ oder die Zertifizierung einer mittelstandsfreundlichen Verwaltung, die schnelle Antwortzeiten gewährleistet. Die Unternehmen heutzutage könnten es sich nicht mehr leisten, monatelang auf gewisse Baugenehmigungen zu warten, sondern erwarten eine gewisse Flexibilität, bestätigte Reinhard.

Ein weiteres großes Thema im Gespräch war der Tourismus bzw. die Tourismusförderung. Hier berichtete der Abtsteinacher Bürgermeister dem Landratskandidaten vom Erfolgskonzept „Zukunftsoffensive Überwald“, die ein vorbildliches Beispiel gelebter interkommunaler Zusammenarbeit darstellt. Engelhardt lobte das diesbezügliche Engagement der drei Überwald-Gemeinden Wald-Michelbach, Abtsteinach und Grasellenbach. Ein weiterer Aspekt, der den Landkreis Bergstraße so attraktiv mache, ist für Engelhardt der Geo-Naturpark. „Auch hier arbeiten die 160 beteiligten Kommunen vorbildlich zusammen“ berichtete Bürgermeister Reinhard. Nun gehe es allerdings darum, die unterschiedlichen Teilregionen des Landkreises bestmöglich zu vermarkten. In Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Tourismus-Organisationen will der Landratskandidat eine Arbeitsgruppe gründen, die ein Konzept erarbeitet, wie sich die verschiedenen Angebote besser miteinander vernetzen lassen. Am Ende einer Bestandsaufnahme soll geprüft werden, inwieweit sich Parallelstrukturen auflösen lassen und ob eine kreisweite Organisationsform denkbar ist. „Auf diesem Weg will ich alle Beteiligten mitnehmen, denn die Betroffenen sind meist die besten Experten“, so Engelhardt.

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