Im Rahmen eine „Wald-Michelbach-vor-Ort-Tages“ kam der CDU-Landratskandidat Christian Engelhardt mit dem Bürgermeister der größten Flächengemeinde des Landkreises zu einem Gesprächstermin zusammen um sich über Themen auszutauschen die dem Kreis im Allgemeinen und die Gemeinde Wald-Michelbach im Besonderen bewegen. Zunächst stellte der Bürgermeister ein paar Eckdaten seiner Kommune vor.

Joachim Kunkel berichtete, dass man in Wald-Michelbach über 100 Vereine habe, einen eigenen Bauhof unterhalte, Eigenbetriebe in der Wasserversorgung und beim Abwasser unterhalte und mit den Gebühren für die Bürger trotzdem im kreisweiten Mittelffeld liege. Obwohl Wald-Michelbach die steueraufkommensschwächste Kommune ist, sei man nicht unter dem Schutzschirm. Christian Engelhardt, als Rechtsanwalt und geschäftsführender Direktor des Hessischen Landkreistages absoluter Fachmann lobte ausdrücklich die Sparanstrengungen der Kommune. „Obwohl Wald-Michelbach ein so niedriges Steueraufkommen aufweist, haben sie in ihrer Gemeinde eine sehr verantwortliche Haushaltspolitik, darauf können Sie zu Recht stolz sein“, so der Landratskandidat. Dennoch erlaub die Haushaltssituation keine großen Sprünge.

Bürgermeister und Landratskandidat waren sich darüber einig, dass das Land für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Kommunen zu sorgen habe. Beide warben für das Konnexitäts-Prinzip: „Wer bestellt bezahlt“. Das bedeutet, dass die Ebene, die etwas beschließt, auch für die Finanzierung des Beschlossenen zu sorgen hat. Laut Engelhardt würde dies dazu führen, dass viele unnötige Ausgaben vermieden werden könnten. Dies sei auch dringend notwendig, „denn es kann nicht sein, dass wir immer höhere Schulden anhäufen und an unsere Kinder und Enkelkinder weitergeben“, so der Landratskandidat. Darum begrüße er auch die Einführung der Schuldenbremse in Hessen. Einigkeit herrschte zwischen Bürgermeister und Landratskandidaten bezüglich des Themas B 38a. Kunkel begrüßte ausdrücklich die https://www.facebook.com/video.php?v=10152726483088716&set=vb.117895088715&typ e=2&theater">diesbezügliche Offensive von Christian Engelhardt.

Dank des Engagements des Kandidaten könnte sich endlich etwas bewegen, hofft Kunkel. Christian Engelhardt versicherte, dass er alles in seiner Kraft liegende dafür tun wolle, dass „dieses für die gesamte Region unverzichtbare Verkehrsprojekt endlich umgesetzt wird. Die derzeitige Situation ist sowohl für die Pendler, als auch für die Anwohner einfach nicht hinnehmbar“. Für Verbesserungswürdig hält der Landratskandidat auch die Situation des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Hier wolle es sich vor allem für eine bessere Koordination zwischen den Verkehrsverbünden und eine gute Verkehrsanbindung, auch über die Wegscheide hinweg, einsetzen. Außerdem schwebt dem Landratskandidaten ein Verkehrskonzept zur Stärkung der Mobilität im ländlichen Raum vor.“ Wir brauchen keinen leeren Bus, der rund um die Uhr fährt, sondern wir brauchen ein System, dass sich stärker am tatsächlichen Bedarf ausrichtet“, so Engelhardt.

Diesbezüglich setzt er auf die kreisweite Einführung von Rufbussen und Anrufsammeltaxis, „damit der Bus genau dann führt, wenn er auch gebraucht wird“. Ein weiteres Thema zwischen Kunkel und Engelhardt war die Touristenförderung. Hier lobte der Landratskandidat das Konzept der „Zukunftsoffensive Überwald“, bei der die drei Gemeinden Grasellenbach, Wald-Michelbach und Abtsteinach „ die interkommunale Zusammenarbeit in vorbildlicher Art und Weise mit Leben füllen“- „In Wald-Michelbach haben wir mit der Sommerrodelbahn, dem Kletterpark, der Solardraisine und dem Nibelungensteig vier `bewerbbare Leuchttürme´, die von acht Millionen Menschen innerhalb von einer Stunde Fahrzeit erreicht werden können“ erläuterte der Bürgermeister. Eine Hauptaufgabe sei es daher für das Hotel- und Gaststättengewerbe die Tagestouristen noch stärker aufzufangen. Diesbezüglich sicherte Engelhardt im Falle einer erfolgreichen Wahl seine uneingeschränkte Unterstützung zu.

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