Angesichts des heutigen Top-Themas im Hessischen Rundfunk sieht sich der Landratskandidat Christian Engelhardt in seiner Kritik an der Umstrukturierung des Kassenärztlichen Notdienstes bestätigt. Seit Jahresbeginn gilt für den ärztlichen Bereitschaftsdienst landesweit die einheitliche Rufnummer 116 117. Die Anrufe landen bei zwei Call-Centern in Kassel und in Frankfurt und werden dort zentral bearbeitet. Folge der Reform ist nun jedoch, dass die Anrufer teilweise bis zu 30 Minuten in der Warteschleife hängen. Angesichts der aktuellen Debatte weißt der Landratskandidat Christian Engelhardt darauf hin, dass er bereits in einer Pressemitteilung vom 20.02.2015 darauf hingewiesen hat, dass er das derzeitige System für dringend verbesserungswürdig hält. „Es kann nicht sein, dass Patienten ewig in Warteschleifen hängen und dann aus Verzweiflung den Notarzt anrufen. Hier gibt es bessere Lösungen“, so der CDU-Landratskandidat.

Christian Engelhardt fordert die Schaffung einer zentralen Leitstelle für ärztlichen Notdienst und Notruf jeweils auf Kreisebene, die bei einem Anruf entscheidet, ob der Notarzt oder der hausärztliche Notdienst gerufen wird. In zahlreichen Fachgesprächen im Kreis Bergstraße hat Engelhardt diese Idee vorgestellt und stieß dabei überwiegend auf Zustimmung. „Es ist den Bürgern nicht zuzumuten, selbst zu entscheiden, welcher Notdienst der Richtige ist“, so Engelhardt. Teilweise werde bei „harmlosen“ Dingen der Rettungswagen gerufen und teilweise werde bei Herzinfarkten der Hausärztliche Notdienst angerufen. Um einerseits überflüssige Rettungseinsätze und andererseits zu spät geleistete Hilfeleistungen zu vermeiden, will Engelhardt nach dem Vorbild des Lahn-Dill-Kreises in der Leitstelle zusätzlich einen Arzt beschäftigen, der im Zweifelsfall entscheidet, welcher Notdienst der Richtige ist.

Zu Ihrer Information die heutige Debatte im HR: http://www.hr-online.de/website/radio/hr-info/index.jsp?rubrik=47572&key=standarddocument55096711

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