„Für mich ist wichtig, dass das Rückbau-Verfahren seitens RWE transparent gestaltet wird und die Bürger immer umfassend informiert sind“, betonte der Landratskandidat Christian Engelhardt (CDU) im Rahmen seines Besuchs im Kraftwerk Biblis. Gemeinsam mit Bürgermeister Felix Kusicka und dem Landtagsabgeordneten Alexander Bauer war Engelhardt zu Gast bei der RWE Power AG um sich über den aktuellen Stand des Stilllegungsverfahrens und über den Abbau des Kernkraftwerks zu informieren.

Der Kraftwerksleiter Horst Kemmeter informierte den Landratskandidaten ausführlich über die von RWE durchgeführten Maßnahmen zur Information der Bevölkerung und zur Erhöhung der Transparenz des Verfahrens. Kemmeter berichtete dem Landratskandidaten von der „umfassenden Informationsoffensive“, die RWE im Rahmen des Rückbaus angekündigt hat. In nächster Zeit werde es weitere Veranstaltungen geben, bei denen die interessierten Bürger mit den Experten des Kernkraftwerks ins Gespräch kommen können. Unter anderem sollen die Besucher auch einen Blick auf die Castorbehälter und ins Standortzwischenlager werfen dürfen. Außerdem haben die Bürger die Möglichkeit „sich im Informationszentrum zu informieren oder an den regelmäßigen Sitzungen des Informationsforums teilzunehmen“ berichtete der Kraftwerksleiter.

Engelhardt sprach sich für eine Fortführung dieses Weges aus: „Information und Aufklärung ist meiner Ansicht nach heutzutage eine Verpflichtung des Staats gegenüber den Bürgern. Zudem hilft es immer, wenn eine Diskussion sachlich geführt werden kann, auch um Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen und ihnen zu begegnen“, so der Landratskandidat. Natürlich stand auch eine Betriebsbesichtigung auf dem Programm. Hier staunte der Landratskandidat über den „stärksten Motor der Welt“, den 1.600.000 PS starken ehemaligen Generator des Blocks A, der seit der Abschaltung des AKWs für den Phasenschieberbetrieb umgerüstet wurde.

Der Phasenschieber trage zu einer Stabilisierung des Stromnetzes in der Rhein- Main-Neckar Region bei, erklärte Kemmeter. „Die Spannungshaltung wird durch die Einspeisung schwankender erneuerbarer Energien und durch die Abschaltung der Kernkraftwerke immer schwieriger und der Phasenschieber hilft dabei, die Systemsicherheit aufrecht zu erhalten“ so Kemmeter. Wichtig ist dem Landratskandidaten auch die Zukunft des Standortes Biblis. Christian Engelhardt will im Falle seiner Wahl die Stadt Biblis beim anstehenden Strukturwandel aktiv unterstützen und beispielsweise durch eine effektive Wirtschaftsförderung bei der Ansiedlung von Gewerbetreibenden helfen. Der Rückbau werde allerdings noch mindestens „15-20 Jahre“ dauern und so lange bleibe „RWE ein wichtiger Arbeitgeber für die ganze Region“.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag