Christian Engelhardt, 42-jähriger Jurist und Landratskandidat der CDU, sagte bei seinem Besuch des neuen Caritaszentrums St. Vinzenz in Einhausen, dass „man zwar darauf hoffen kann, von schweren Krankheiten verschont zu bleiben, aber das Älter werden ist für uns alle unausweichlich. Mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit entsteht dann auch ein gewisser Pflegebedarf, den vielleicht nicht die Familienmitglieder alleine stemmen können. Schon deshalb muss unsere Gesellschaft ein großes Interesse daran haben, dass die Pflege in den Seniorenwohnheimen eine hohe Qualität aufweist.“ Das dies beim Caritaszentrum St. Vinzenz der Fall ist, davon konnte sich der Landratskandidat im Rahmen seines Besuchs vergewissern. Begleitet wurde Engelhardt vom Bürgermeister Helmut Glanzner.

Christian Engelhardt liegen die Belange der Senioren besonders am Herzen. „Gerade in einer immer älter werdenden Gesellschaft ist es wichtig, dass es genügend gut ausgebildete Pflegekräfte gibt, die sich um die Menschen kümmern, die alleine nicht mehr zurecht kommen“, betonte der Landratskandidat. Er habe einige Jahre im Vorstand einer der Altenpflege gewidmeten Stiftung mitgearbeitet und dabei – auch durch Praxistage – einen Einblick in die Altenpflege bekommen. Daher habe er vor den Menschen in Pflegeberufen großen Respekt: „Diese Menschen arbeiten hart und bringen viel Herzblut für die Arbeit mit den kranken und älteren Menschen mit. Dafür haben sie höchste Anerkennung verdient und brauchen deshalb auch gute Arbeitsbedingungen“ so Engelhardt. Die Pflegedienstleiterin Doris Rapp ergänzte, dass es ansonsten immer schwieriger werden dürfte, genügend junge Menschen für eine Ausbildung zur Pflegekraft gewinnen zu können. Vor Ort in Einhausen stelle sich das Problem zwar noch nicht, bundesweit könne man den Bedarf jedoch nur mit Hilfe von zugewanderten Kräften decken. Es sei jedoch wichtig, dass das Pflegepersonal auch über ausreichend deutsche Sprachkenntnisse verfüge, betonte Rapp.

Die Hausleiterin Sonja Brutscher stellte dem Landratskandidaten das Modell der Hausgemeinschaften vor. Das Konzept sieht vor, dass je 10 Bewohnerinnen und Bewohner in einer Hausgemeinschaft von Alltagsbetreuern und Pflegekräften betreut werden. Eine der Hausgemeinschaften ist speziell für Menschen mit einer Demenzerkrankung eingerichtet, um den Anforderungen dieses Krankheitsbildes gerecht zu werden. Christian Engelhardt interessierte sich besonders für das Projekt „SoNAh“. Sonja Brutscher erläuterte die Idee, die hinter dem „Sozialraumorientierten Netzwerk der Altenhilfe“ steht. Mit Hilfe des Netzwerks soll das Caritaszentrum im Sozialraum besser vernetzt und zur zentralen Begegnungsstätte ausgebaut werden. Beispielsweise kommt regelmäßig der Kindergarten zum Mehrgenerationenbasteln und -singen und einmal pro Monat findet ein regelmäßiges, ehrenamtlich organisiertes Café statt. Ziel des Projekts ist es, dass die Bürger bereits frühzeitig „abgeholt“ werden und die Hemmschwelle vor dem Altern sinkt, so die Hausleiterin. Der Landratskandidat lobte die Projektidee und vor allem „den vorbildlichen Einsatz der Ehrenamtlichen, die das Konzept erst mit Leben füllen“.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag