Bergstraße: Wie neue Umfragen zeigen, begrüßen 98 Prozent der Bürgerinnen und Bürger den Ausbau der erneuerbaren Energien. Hessenweit regt sich jedoch bei ein zelnen Windpark- oder Biogasprojekten vor Ort Widerstand. Der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Stephan hat dazu im Rahmen einer Veranstaltung seiner Partei in der Kreisstadt Heppenheim die Initiative von Hessens UmweltministerinLucia Puttrich begrüßt, mit der gemeinsam mit den Kommunen die Energiewende gestaltet, Ängste und Befürchtungen abgebaut und vor Ort Akzeptanz geschaffen werden sollen. 

Seit Beginn dieser Woche können Kommunen finanzielle Unterstützung für die Durchführung von Informationsveranstaltungen, Bürgerdialoge und Energie-Coachings beim Umweltministerium beantragen. Stephan: “Wir wollen gemeinsam mit den Kommunen und den Bürgern die Energiewende gestalten. Dazu unterstützen wir aktiv Städte, Gemeinden und Landkreise bei ihren Aktivitäten.“

 

Ins Detail gehend berichtete der Umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, dass das Land pro Kommune bis zu fünf solcher Informationsveranstaltungen fördert, die zum Austausch von Anregungen, Bedenken und Einwänden diene. Diese Veranstaltungen müssen unter Moderation eines erfahrenen Referenten sowie unter Beteiligung von ausgewiesenen Fachleuten für das geplante Projekt durchgeführt werden.

Auch die kommunalen Vertreter profitieren von den neuen Förderrichtlinien: Durch das Energie-Coaching will man von Landesseite dazu beitragen, kommunale Vertreter bei der Wahl der geeigneten Ansätze und optimaler technischer Systeme bei konkreten Projekten in den Bereichen Energieeffizienz bzw. erneuerbare Energien zu unterstützen. Dafür ist es notwendig, die mit einem örtlichen Projekt verbundenen Chancen und Möglichkeiten unter Beachtung der technisch-wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufzuzeigen.

Große Bedeutung misst MdL Peter Stephan der energetischen Sanierung der eigenen Liegenschaften in den Kommunen bei. Grundlage dafür ist die Erstellung eines Modernisierungfahrplanes. Die lückenlose und exakte Erfassung des Anlagenbestandes, der Energieverbrauchsdaten sowie der Flächen der kommunalen Gebäude wird für die fundierte Entscheidung über die Durchführung von energetischen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie für verlässliche Aussagen zur Wirtschaftlichkeit von Investitionen gebraucht.

Auch hier bietet das Umweltministerium Hilfe an, in dem es die Kosten des für den notwendigen Modernisierungsfahrplan benötigten externen, fachlich qualifizierten Berater mitfinanziert. Die Ausgaben für die Tätigkeit solcher Berater können einschließlich aller Neben-, Reise-, und Fahrtkosten bis zu einer Obergrenze von 800 Euro je Arbeitstag mit maximal 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden.

Peter Stephan abschließend: „Mit unserer finanziellen Hilfestellung wollen wir die Kommunen bei einer möglichst kostengünstigen Realisierung der konkreten Schritte zur Umsetzung der Ergebnisse aus dem hessischen Energiegipfel unterstützen und somit unseren Beitrag für die Energiewende leisten!“

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