Mörlenbach. Die Verkehrssituation war das erste Thema beim regelmäßigen Besuch des Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Meister beim Mörlenbacher Bürgermeister Lothar Knopf. Dr. Meister hatte bei seiner Anfahrt die Sanierung derB38 und die dadurch verursachten Verkehrsbehinderungen hautnah erlebt. Knopf wies darauf hin, dass seine Gemeinde in Verbindung mit Hessen Mobil und dem Abwasserverband „Oberes Weschnitztal“ die Sanierung der B 38 zwischen Abzweig Bettenbach und dem Abzweig Weiherer Straße in der Ortsdurchfahrt durchführe.

Die Baumaßnahme hat Anfang Juli diesen Jahres mit einer Bauzeit von voraussichtlich 13 Monaten. begonnen. Trotz der starken Einbindung seiner Bediensteten sei es ein großer Vorteil, die Maßnahme selbst durchzuführen. Die Belange und Beschwerden der Bürger können im Rathaus schneller und kompetenter bearbeitet werden. Für Knopf sind gut ausgebaute Verkehrswege wichtig. So ist auch die Realisierung der Ortsumgehung der B38 a wichtig. Hier waren sich Meister und Knopf einig, dass eine Planfeststellung für die O2 variante noch in diesem Jahr erfolgen müsse.

 

Ein Scheitern dieses Verfahrens werde die Region in ihrer Entwicklung um Jahre zurückwerfen. Kurze und schnelle Verkehrswege zu den Arbeitsplätzen in der Region ist für das Überleben einer Gemeinde wichtig. Aber auch die Versorgung
mit Breitbandkabel ist eine wichtige Maßnahme für eine gute Infrastruktur. Hier lobte Knopf die Zusammenarbeit mit seinen Amtskollegen des Weschnitztals, der Stadt Heppenheim und des Gorxheimertals. Unterstützung erhielten sie von der
Wirtschaftförderung Bergstraße. Knopf ist optimistisch, dass schon in Kürze mit dem Beginn des Verlegens begonnen wird.
 
Die Zukunft einer Gemeinde wird auch dadurch bestimmt, wie wohl sich junge Familien im Ort fühlen. Daher wurde auch die Betreuung der unter 3jährigen vorangetrieben und Knopf konnte stolz berichten, dass Mörlenbach die geforderte
Quote erfülle. Auch die Kindergartenplätze stehen ausreichend zur Verfügung. In Mörlenbach denke man aber nicht nur an Familien und deren Kleinkinder, sondern auch an die Senioren.

So ist vor kurzem ein Seniorenheim fertiggestellt worden, dessen tolles Ambiente dafür gesorgt habe, dass dies äußerst gut angenommen worden ist. Es sei ein Glücksfall für die Gemeinde, dass dies ein privater Investor erstellt habe ohne Mittel der Gemeinde in Anspruch zu nehmen.

 
Bei der Ausweisung von Baugebieten stellt sich Knopf das Problem, dass in den Ortsteilen nur Innenentwicklung möglich ist. Dr. Meister pflichtet ihm bei und erklärte, dass vor dem Hintergrund der Demographie eine Perspektive für junge Menschen vor Ort geschaffen werden müsse. junge Menschen dort wohnen dürfen sollten, wo sie groß geworden sind. Ein Identifikation im und mit dem Ortsteil muss möglich sein.
 
Die Finanzen der Gemeinde machen Knopf Sorge. Eine Erhöhung mancher Steuer sei sehr schwierig, müsse aber angegangen werden. Hier sei eine gemeinsamer Weg mit den Gremien sinnvoll. Die Topografie seiner Gemeinde sei für die Schaffung eines Gewerbegebietes schwierig. Für ein interkommunales Gewerbegebiet biete sich das erarbeitete Konzept der Weschnitztalgemeinden und der Stadt Lindenfels an, das im Entwurf nunmehr den jeweiligen Gremien zugeleitet wird.. Gerade die Ansiedlung von Kleingewerbe sei wichtig und komme dann den beteiligten Gemeinde
zu gute.
 
Abschließend bedankte sich Knopf für den Besuch von Meister. Für ihn sei es wichtig, aber auch erfreulich, dass der Bundestagsabgeordnete immer im Kontakt zu seiner Gemeinden stehe.

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