Groß-Rohrheim Die Verkehrssituation war das erste Thema beim regelmäßigen Besuch des Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Meister beim Groß-Rohrheimer Bürgermeister Rainer Bersch. Dr. Meister musste über Gernsheim nach Groß-Rohrheim fahren. Die B44 von Biblis kommend war am Orteingang aufgrund einer Vollsperrung nach einem Verkehrsunfall nicht passierbar , zudem war von Einhausen kommend der Streckenabschnitt ab dem Kreisverkehr der Firma Schüco bis zur Einmündung nach der Brücke auf die alte B44 wegen Ausbesserungsarbeiten am Straßenbelag gesperrt.

In diesem Zusammenhang fragte Bersch, wie weit die Planung mit der Ortsumgehung der B44 Klein-Rohrheim gediehen sei. Dr. Meister hatte von Hessen Mobil erfahren, dass das Plangenehmigungsverfahren im Oktober vom hessischen Verkehrsministerium abgeschlossen worden war. Momentan laufe die Einspruchsfrist. Hessen Mobil erarbeite derzeit den Bauentwurf, damit mit dem Bau begonnen werden könne, sobald die Finanzierung durch den Bund gesichert

sei. Auch wenn das Bundesverkehrsministerium die Ortsumgehung Klein-Rohrheim in den Investitionsrahmenplan 2011-2015 unter der Rubrik D „Weitere wichtige Vorhaben“ aufgenommen habe, könne derzeit noch kein genaues Datum des Baubeginns genannt werden.
 
Die bisher durchgeführte Ortsumgehung der B44 habe sich nach Bersch Aussage gelohnt. Der Verkehr im Ort habe sich stark reduziert und die Wohnqualität sei gestiegen. Der Umsatz der im Ort gelegenen Geschäfte sei nur geringfügig zurückgegangen.
 
Bersch berichtete weiter, dass das Gewerbe in Groß-Rohrheim gut aufgestellt sei und die Finanzen der Gemeinde nicht von einem einzigen Betrieb abhängen würden. Man habe noch freie Gewerbeflächen und weitere Betriebe würden sich ansiedeln. Weiterhin habe die Gemeinde auch ein neues Baugebiet ausgewiesen. Die Nachfrage nach Grundstücken ist positiv. Insbesondere junge Paare oder junge Familien sind Interessenten.

So erfreulich der Zuzug von jungen Familien ist, so schwer ist der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder zu ermitteln. Derzeit sind ca. 36% der Betreuungsplätze für Unterdreijährige gedeckt. Sollte weiterer Bedarf sein, könnte der kommunalen Kindergarten erweitert werden, da die Voraussetzungen für eine bauliche Erweiterungen bereits eingeplant seien. Leider seien derzeit die erweiterten Betreuungszeiten der beiden ortsansässigen Kindergärten nicht identisch. Bersch erwartet, das durch Verhandlungen diese aber künftig angeglichen werden.

 
Abschließend bedankte sich Bersch für den Besuch von Meister. Für ihn sei es wichtig, aber auch erfreulich, dass der Bundestagsabgeordnete im Kontakt auch zu einer kleinen Gemeinden stehe.

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Auf dem Bild sind von links nach rechts Rainer Bersch, BGM Groß-Rohrheim, Dr. Michael Meister und Georg-Friedrich Menger (CDU Groß-Rohrheim).

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