Alexander Bauer:" Digitalfunk macht Fortschritte"  

 Die digitale Funktechnik für die Feuerwehr ist zukunftsweisend. Kein anderes Bundesland ist bei der Einführung der neuen Technik soweit fortgeschritten, wie das in Hessen der Fall ist. Bisher lässt sich feststellen, dass der Digitalfunk ein wichtiger Beitrag zur Modernisierung unserer Rettungskräfte ist", erklärte der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Bauer, anlässlich der Aussprache zu vereinzelt festgestellte Problemen mit der neuen Funktechnik.

Der im Jahr 2012 gestartete Testbetrieb läuft erfolgreich. 348 der insgesamt 405 Basisstationen sind bisher aufgebaut. Diese Testphase ist nötig, um unerwünschte Effekte und Unregelmäßigkeiten zu erkennen und zu beheben, bevor die neue Technik in den Echtbetrieb geht.

 Derzeit geben 150 Gemeinden ihren Feuerwehren die Möglichkeit den Digitalfunk in dieser Phase zu testen. Viele Einsatzkräfte, die bereits auf die moderne Technik umgestiegen sind, zeigen sich zufrieden mit dem neuen System. Auffälligkeiten und Störungen sind dabei die Ausnahme. Bisher sind dem Innenministerium, neben den Rückmeldungen der Freiwilligen Feuerwehr Niedernhausen, Unregelmäßigkeiten bei zwei weiteren Feuerwehren bekannt. Die Ursache liegt in der Software der neuen Handfunkgeräte.

„Die Herstellerfirma der Handfunkgeräte arbeitet derzeit gemeinsam mit dem Innenministerium an entsprechenden Lösungen. Um bei Unregelmäßigkeiten mit dem Digitalfunk im Testbetrieb nicht die Gesundheit der Feuerwehrleute im Einsatz zu gefährden und eine ständige Kommunikationsfähigkeit zu garantieren, ist der Analogfunk weiter ständig im Betrieb und bildet so, die in solchen Testphasen unerlässliche Rückfallebene“, erläutert Bauer. Trotz gegenteiliger Empfehlung des Innenministeriums, hat die Gemeinde Niedernhausen ihre 2m-Funkgeräte für den Analogfunk verkauft und somit die Entscheidung getroffen freiwillig auf die Nutzung der Rückfallebene zu verzichten.

Auch im Kreis Bergstraße wird schrittweise neue Funktechnik eingeführt. Insgesamt müssen ca. 1.600 Einsatzkräfte im Landkreis Bergstraße im Umgang mit der neuen Technik geschult werden. Zu diesem Zweck finden in regelmäßigen Abständen Umschulungen für Digitalfunk-Endanwender statt. „Probleme von der Bergstraße sind in Wiesbaden nicht bekannt“, so Bauer und verwiest auf die Vorteile des Digitalfunks. „Die neue Technik erlaubt eine verbesserte Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Einsatzkräften. Bei Großeinsätzen beispielsweise können Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei ungehindert Informationen austauschen. Der Digitalfunk erleichtert die Arbeit der Einsatzkräfte und ist zudem abhörsicher“, so der bergsträßer Landtagsabgeordnete in seiner Mitteilung..

 

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