Gestern besuchte der CDU-Landratskandidat Christian Engelhardt die Odenwaldschule in Heppenheim. Engelhardt wollte sich vor Ort ein Bild vom pädagogischen Angebot der Schule machen und sich außerdem über die geleistete Präventionsarbeit und Umstrukturierungsmaßnahmen informieren. Um Engelhardt das Konzept der Odenwaldschule vorzustellen und sich gleichzeitig über die Ideen des Landratskandidaten zu informieren, waren von Seiten der Odenwaldschule außer dem Geschäftsführer Marcus Helfen-Kieper, dem kommissarischen Schulleiter Jan Fuchs und der Internatsleiterin Sonya Mayoufi auch weitere Lehrer, Schüler und Vertreter des Elternbeirats zum Gesprächstermin gekommen. Den Anwesenden versicherte Engelhardt, dass das Thema Schule und Bildung für ihn von hoher Wichtigkeit sei und er die Odenwaldschule für eine Bereicherung der vielfältigen Schullandschaft des Kreises Bergstraße hält. Um das Vertrauen der Eltern zurückzugewinnen, sei weiter Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit notwendig. „Hinter der Odenwaldschule steht jedoch ein kluges pädagogisches Konzept und mit den in Angriff genommenen Maßnahmen sind Sie auf einem guten Weg, den ich, wenn ich Landrat werden sollte, gerne unterstützend begleiten werde“, so Engelhardt.

Besonders spannend fand Christian Engelhardt das Konzept, dass die Schüler parallel zur Schule, wenn sie möchten, auch eine Berufsausbildung erwerben können. „Schreiner, Schlosser, Mediengestalter und Chemisch-Technischer Assistent sind die Berufe, die die Jugendlichen bei uns erlernen können“, zählte Geschäftsführer Helfen-Kieper auf. Einer der anwesenden Schüler, der gerade seinen Gesellenbrief als Schreiner erhalten hat, berichtete dem Landratskandidaten aus erster Hand von seinen Erfahrungen. Christian Engelhardt lobte die Idee „als kluges Konzept“. Gerade aus seinen zahlreichen Gesprächen mit Unternehmern wusste Engelhardt zu berichten, dass eben nicht jeder Schüler studieren müsse, um erfolgreich Karriere zu machen. „Gerade in den technischen Berufen herrscht ein enormer Bedarf an Fachkräften und auch von den Verdienstmöglichkeiten sind diese Berufsfelder außerordentlich attraktiv“, berichtete Engelhardt.

Besonders wichtig ist dem Landratskandidaten das Thema Bildungsgerechtigkeit. „Jedes Kind muss die besten Chancen haben, egal aus welchen sozialen Verhältnissen es stammt. Das ist für mich eines meiner Ziele die ich als Landrat gerne angehen möchte“, so Engelhardt. Der Schulleiter Jan Fuchs berichtete dem Kandidaten, dass die Odenwaldschule sich auch erfolgreich um Kinder kümmere, die einen besonderen Förderbedarf aufweisen und an anderen Schulen gescheitert sind. „Hier bekommen Kinder teilweise eine dritte, vierte und fünfte Chance und schaffen hier dann oft doch noch das Abitur“, sagte Fuchs. Dieses Engagement, gerade für Kinder mit unterschiedlichem Lerntempo, sei ihm besonders wichtig erklärte Engelhardt. „Gerade im Hinblick auf die Staatsausgaben ist es wichtig jetzt in Bildung zu investieren, um in Zukunft höhere Sozialhilfeleistungen zu vermeiden“, wies Engelhardt auch auf den finanziellen Vorteil guter Bildung hin.

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