(Heppenheim, 18.10.2018). Die Bekämpfung der afrikanischen Schweinepest, der Umgang mit ersatzpflichtigen Wildschäden, die Ansiedlung des Wolfs in deutschen Wäldern, vielfältig war die Themenpalette eines Meinungsaustauschs von Vertretern der CDU-Kreistagsfraktion, an deren Spitze Fraktionsvorsitzender Volker Oehlenschläger und den Verantwortlichen des Jagdclubs St. Hubertus Bergstraße, mit dem Vorsitzenden Joachim Kilian und Geschäftsführer Roland Lulay. Sehr vielfältig sind die Aufgaben der Jägerinnen und Jäger, die als hervorragend ausgebildete Fachleute für den Natur- und Artenschutz arbeiten und über die Hege unersetzliche Leistungen für die Allgemeinheit erbringen. Dabei bestehen auch gute Beziehungen zu den zuständigen Kreisbehörden, Landrat Christian Engelhardt und als Fachdezernentin für das Veterinärwesen Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz nahmen ebenfalls an dem Austausch teil. Sie berichteten u.a. wie sich die Kreisbehörde mit den Jägern und Förstern auf den möglichen Ausbruch der afrikanischen Schweinepest im Kreis vorbereiten.

Jägerinnen und Jäger sind zertifizierte Naturschützer, dennoch lässt sich ein Imageproblem in Teilen der Bevölkerung nicht leugnen. Wir müssen stärker ins öffentliche Bewußtsein rücken, dass die Arbeit der Jägerinnen und Jäger in den Revieren notwendig ist, dies reicht von den Hegemaßnahmen für Tier- und Artenschutz über die Regulierung der Wilddichte, die Schadensabwehr für Waldbau und Landwirtschaft bis hin zur Seuchenabwehr“, so Joachim Kilian. Die Grundlagen hierfür werden bei der sehr intensiven Jägerausbildung im Forsthaus Almen bei Fürth gelegt. Vor diesem Hintergrund begrüßt die Jägerschaft den von der CDU initiierten fachlichen Dialog sehr. Volker Oehlenschläger erinnerte, dass vor Jahren die damalige bürgerliche Kreiskoalition unter Führung der CDU die Jagsteuer im Kreis abgeschafft habe.

Glücklicherweise leidet die Jägerschaft nicht unter Nachwuchsmangel, auch entdecken immer mehr Frauen die Leidenschaft für die Jagd. Beste Voraussetzungen also, das Prinzip der ortsnahen Jägerschaft auch in Zukunft als Leitmodell zu erhalten. Schwierigkeiten bereitet nicht nur die Gesetzes- und Verordnungslage, nicht zuletzt die in der Jägerschaft umstrittene Jagdverordnung von 2015. Sie war auch für die CDU ein schwieriger Kompromiss und solle in möglichen neuen Koalitionsverhandlungen im Sinne einer praxisgerechteren Jagdausübung neu verhandelt werden. Vor Ort macht auch der Interessensausgleich der Besitzer bzw. Nutzer von Wald und Landwirtschaftsflächen und der Jäger zu schaffen, da die Jäger bei ersatzpflichtigen Wildschäden auch materiell in der Verantwortung stehen. Die Politik wird gerne versuchen einen Beitrag für einen konstruktiven Dialog der Interessen zu leisten.

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