Der Bensheimer CDU-Arbeitskreis „Energie und Naturschutz“ und der Arbeitskreis „Energie und Umwelt“ der CDU-Kreistagsfraktion haben sich in einer gemeinsamen Veranstaltung ausführlich über die geplanten Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes informiert. Zu diesem interessanten und vielseitigen Thema informierte Frau Dr. Stefanie Fey, Leiterin des Bensheimer Arbeitskreises. Sie hat beruflich sehr viel mit dem EEG, speziell auch mit der konkreten Anwendung in unserer Region zu tun und hat sich dementsprechend sehr intensiv mit den geplanten Änderungen des EEG auseinandergesetzt. Das EEG ist ein ganz wichtiger Baustein im Rahmen der Energiewende. Im Rahmen der totalen Transformation der Energieversorgung ist der Ersatz der Energieträger Kernenergie, Kohle, Erdöl und Erdgas durch Erneuerbare Energien (Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft, Biogas, Geothermie) ein Generationenprojekt.

Eines der Ziele der Bundesregierung ist es, dass 80 % des Bruttostromverbrauchs bis 2050 durch Erneuerbare Energien abgedeckt werden sollen. Durch das EEG werden nicht nur die finanzielle Förderung geregelt, sondern auch viele technische und begriffliche Festlegungen getroffen. Auch die politische Zielsetzung wird durch Festlegungen zum Gesamtausbauziel, Zubaukorridore und Vorgaben zu Mengensteuerungen und zur Vermarktung beschrieben. Der aktuelle Gesetzesentwurf für das „EEG 2014“ umfasst 323 Seiten. Interessant war die Feststellung der Referentin, dass es derzeit rund 4000 Tarife gibt, die durch die Energieversorger zu beachten sind. Diese hohe Zahl hat sich über die Jahre durch die verschiedenen Energieträger, Leistungsgrenzen und viele Änderungen im EEG ergeben.

in schwieriges Thema sind die derzeit ausgeklammerten Industrierabatte, beim denen, wie der Landtagsabgeordnete Peter Stephan anmerkte, nicht nur EU-Vorgaben zu beachten sind, sondern auch Arbeitsmarktpolitik zu betreiben ist, bei der noch Ungerechtigkeiten auszubügeln sind. Wichtig waren für die Teilnehmer mit Blick auf unsere Region konkrete Aussagen in Bezug auf die Windenergie und Photovoltaik. Der Netzanschluss von Windparks, die Fernsteuerung dieser Erzeugungsanlagen, die Regeln für die Einspeisung, aber auch für Abschaltungen z. B. bei zu hoher Erzeugung, „atmende Deckel“ u. a. wurden besprochen.

Frau Dr. Fey erwies sich in der spannenden Präsentation und lebhaften Diskussion als ideale Fachfrau für die Veranstaltung und konnte den Teilnehmern vermitteln, dass mit dem Entwurf zum neuen EEG im Konflikt mit vielen Interessen eine gute Lösung gefunden wurde. Schwachstellen und Unklarheiten, die bisher zur Überförderung und Unsicherheiten führten, wurden beseitigt und die Weichen für die weitere Umsetzung der Energiewende gestellt. Die Novelle soll im Juni im Bundestag beschlossen werden und zum 1. August 2014 in Kraft treten. Der Fraktionsvorsitzende Gottfried Schneider sah es als sehr positiv an, dass jetzt eine politische Einigung in Sicht ist. Insgesamt konnten sich die Mitglieder der Informationsveranstaltung ein gutes Bild verschaffen.

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