Der Arbeitskreis „Energie und Umwelt“ der CDU-Kreistagsfraktion hat sich bei der Energieagentur Bergstraße, einem Fachbereich der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, über das Aufgabenspektrum, die Beratungsleistungen und Zielsetzungen umfassend informiert. Im Rahmen der Energiewende sind Energiesparen und Energieeffizienz äußerst wichtig.

„Vor der eigenen Haustür“ bzw. im eigenen Haus können die Bürger aktiv und nachhaltig nicht nur einen Beitrag für unsere Umwelt sondern auch einen Beitrag zur eigenen Reduzierung der Strom- und Heizungsrechnung leisten. Gute Beratung über die Maßnahmenvielfalt sowie Förder- und technische Möglichkeiten sind ein bedeutender Faktor.

Hier hilft die Energieagentur den Bürgern, Unternehmen und Kommunen neutral, kostenlos und umfassend. Die privaten Haushalte sind zusammen der größte Energieverbraucher in Deutschland. Es lohnt sich, hier anzusetzen. Hauseigentümer können – über 20 Jahre aufsummiert – durch eine Modernisierung und Sanierung rund 40.000 € an Heizkosten einsparen. Sie erreichen dadurch eine Rendite in der Größenordnung von rund 5 %. In Anbetracht magerer Zinsen bei Geldanlagen ist dies eine gute und sichere Anlage. Über 1000 Beratungen seit der Gründung der Agentur in 2011 und der Anstoß von Investitionen im Umfang von 5 bis 10 Mio. Euro zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.

Die Beratung durch die Mitarbeiter der Energieagentur erfolgt zielgruppenspezifisch. Den Bürgern sind oft Ängste zu nehmen und Vorurteile und falsche Informationen sind abzubauen. Schwachstellenanalysen, Beratung bei der geeigneten Maßnahmenabfolge, Mitarbeiterschulungen in Kindergärten und Schulen, Durchführung von Informationsveranstaltungen und Kontaktvermittlungen sind typische Aufgaben der Energieberatung. Den Arbeitskreis interessierten besonders Fragen, wie die Energieberatung von Seiten der Politik besser unterstützt werden kann, wie den Kommunen bei der Erstellung und Umsetzung von Klimaschutzkonzepten geholfen werden kann und wie mit monetären Anreizen das Energiesparen gefördert werden kann.

Mehrere Arbeitskreismitglieder hatten schon 2012 zusammen mit Mitarbeitern der Energieagentur bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts der Kreisstadt Heppenheim feststellen können, dass sich gemeinsames Arbeiten für unsere Umwelt lohnt. Gottfried Schneider, Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Arbeitskreises, konnte berichten, wie er selbst die Energieberatung genutzt hat und damit die richtigen Entscheidungen für sein Haus treffen konnte. Die Arbeitskreismitglieder kamen zu dem Schluss, dass das Thema Energieeffizienz in der Öffentlichkeit viel mehr diskutiert werden muss.

Von der Politik im Bund wird gewünscht, dass die Energieberater in Deutschland eine geschützte Bezeichnung erhalten und erforderliches Wissen in einer staatlichen Prüfung nachweisen müssen. Insgesamt konnten sich die Mitglieder des Arbeitskreises ein gutes Bild verschaffen, welche Möglichkeiten die Energieagentur bietet und welche Arbeits- und Themenfelder beackert werden.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag