Zwingenberg. Zum regelmäßigen Meinungsaustausch traf sich der Bergsträßer Landtagsabgeordnete Peter Stephan mit dem Zwingenberger Bürgermeister Dr. Holger Habich und der dortigen CDU Vorsitzenden Birgit Heitland. Im Gespräch zu den Kommunalfinanzen erläuterte Bürgermeister Habich, dass er die Finanzen seiner Gemeinde auf einem guten Weg sehe und schon 2015 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen möchte. Habich erklärte, dass die Stadt die Neuverschuldung seit 2010 sukzessive reduziert hat.

Dieses Jahr müssten noch knapp 0,8 Millionen neue Schulden aufgenommen werden, während dies im Jahr 2010 noch knapp 2 Millionen Euro waren. 2015 ohne neue Schulden auszukommen sei dennoch sehr ambitioniert. Birgit Heitland erläuterte, dass man bei allen Bemühungen aufpassen müsse die Stadt nicht kaputt zu sparen. Dennoch möchte sie ebenfalls die Neuverschuldung stoppen. Stephan merkte dazu an, dass die Gemeinden im Kreis Bergstraße im hessischen Vergleich auf einem guten Weg seien ihre Haushalte zu konsolidieren. Zwingenberg gehe dabei mit gutem Beispiel voran.

Als aktuelles Thema sprach Holger Habich die Bedeutung der Bahnanbindung für Zwingenbergs Infrastruktur an. Dass die S-Bahn ab 2017 von Süden aus nur bis Bensheim verkehre, bedauert der Zwingenberger Bürgermeister. Zum Ausgleich bemüht er sich einen stündlich verkehrenden Regionalexpress nach Darmstadt und Frankfurt, sowie Heidelberg und Mannheim am örtlichen Bahnhof halten zu lassen.

Gerade mit dem Express Shuttle wäre ein wichtiger Schritt zur Netzanbindung getan. So könnten die Bürger Zwingenbergs schnell und unkompliziert in die Großstädte der Umgebung kommen. Auch Stephan begrüßt dieses Projekt. Allerdings traf es auf Widerstand aus dem Land Baden- Württemberg, der aber zwischenzeitlich gelöst wurde. Ein weiteres Thema war die Kindergartenförderung. Herr Habich berichtete, dass man mit der Vergabe von Fördergeldern für Grippen nicht zufrieden sei.

In Zwingenberg gibt es ab Herbst eine neugebaute Kinderkrippe, die jedoch erst ab 1.3.2015 die Gelder des Landes erhalten kann. Aus diesem Grund müsse die Institution geschlossen bleiben, da sich die Stadt den Betrieb alleine nicht leisten könne, legte Habich dar. Stephan erklärte, dass er weiterhin versuche, für das Problem eine Lösung zu finden, zumal er schon einige Gespräche geführt habe. Abschließend bedankte sich Dr. Habich für den Besuch von Peter Stephan. Für die Kommunen sei es wichtig, dass ein Abgeordneter für die Probleme vor Ort immer ein offenes Ohr habe.

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