Die CDU-Landtagsabgeordneten Peter Stephan und Alexander Bauer informieren über gemeinsame kleine Anfrage zu verschiedenen Förderprogrammen, mit denen Jugendliche mit Ausbildungsdefiziten an das Arbeitsleben herangeführt werden:

„Für Jugendliche, die absehbar Schwierigkeiten beim Einstieg in die Arbeitswelt haben werden, bestehen mehrere Programme, die ihnen dabei helfen sollen. So hat die Hessische Landesregierung schon 2004 sogenannte „SchuB-Klassen“ eingeführt, in denen Hauptschüler , die im Regelunterricht den Hauptschulabschluss nicht schaffen würden, ihn durch einen praxisbezogenen Unterricht, der an zwei Wochentagen als praktische Arbeit in Betrieben durchgeführt wird, doch noch schaffen.

Im Kreis Bergstraße haben die Alexander-von-Humboldt-Schule in Viernheim, die Alfred-Delp- und die Biedensandschule in Lampertheim, die Eugen-Bachmann-Schule in Waldmichelbach, die Geschwister-Scholl- und die Kirchbergschule in Bensheim sowie die Martin-Buber-Schule in Heppenheim solche SchuB-Klassen in den Jahren 2008 – 2010 angeboten. Dafür hat das Land Hessen über 251.000 Euro bereitgestellt, der Europäische Sozialfonds weitere gut 60.000 Euro.

Auch das Programm EIBE wendet sich an Jugendliche, die hier den Hauptschulabschluss nachholen und sich weiter qualifizieren können und so doch noch einen Weg ins Berufsleben finden. Im Kreis Bergstraße bieten die Beruflichen Schulen in Lampertheim und die Heinrich-Metzendorf-Schule in Bensheim diese spezielle Qualifizierungsmaßnahme an. Seit 2008 unterstützt das Land Hessen die beiden Schulen hierbei mit 315.000 Euro kosten, wozu der Europäische Sozialfonds zusätzlich noch einmal 201.000 Euro zuschießt.

Weitere Ausbildungsfördermaßnahmen, die sich z.B. „Passgenau in Arbeit“ oder „Fit für Ausbildung und Beruf“ nennen und als Träger vom Diakonischen Werk Bergstraße, der Wirtschaftsförderung Bergstraße, dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft dem Berufsbildungszentrum oder dem Kreis angeboten werden, wurden seit 2007 mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro vom Land Hessen und weiteren 959.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds möglich gemacht. Einige dieser Maßnahmen werden zusätzlich auch mit kommunalen Mitteln oder Mitteln der Bundesagentur unterstützt“, so Bauer und Stephan.

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