„Hessen feiert in Dankbarkeit und großer Freude den Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt. Wir haben als Bundesrepublik Deutschland in den vergangenen 25 Jahren viel erreicht und uns Anerkennung in der gesamten Welt erarbeitet. Es war Bundeskanzler Kohl, der nach der friedlichen Revolution in der DDR im Herbst 1989, die einzigartige, historische Chance erkannte und mit seinem Zehn-Punkte-Programm entschlossen die Initiative zur Wiedervereinigung ergriff. In einem beispiellosen Akt der Diplomatie führte er die schwierigen Verhandlungen mit den USA, der Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich zum Erfolg. Die Deutsche Einheit ist das Ergebnis politischer Klugheit und Verlässlichkeit, von Mut und Augenmaß, eine politische Meisterleistung und ein geschichtliches Ereignis größten Ranges“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Bauer anlässlich der Feierlichkeiten anlässlich des 25. Jahrestages der Deutschen Einheit.

Das Ende der DDR habe seinen Anfang mit der Wahl von Michail Gorbatschow zum Generalsekretär der Sowjetunion genommen. Mit Mut und Weitsicht, mit seinem neuen Denken von Perestroika (Umbau) und Glasnost (Offenheit) hatte er eine Wende der sowjetischen Politik eingeleitet. Nach dem Vollzug des Nato-Doppelbeschlusses und angesichts der katastrophalen wirtschaftlichen und technologischen Lage der Sowjetunion hatte er erkannt, dass ein Rüstungswettlauf mit dem Westen nicht mehr zu gewinnen war. Und schließlich sei die Entschlossenheit vieler Menschen, die der DDR den Rücken zukehrten, ein weiterer wichtiger Beitrag für den Durchbruch zur Demokratie gewesen.

„Damit war das Schicksal der DDR besiegelt. Der Weg vom 9. November 1989 zum 3. Oktober 1990 war aber kein geschichtlicher Selbstläufer, sondern hing durch zahllose innere und äußere Widerstände bis zuletzt am seidenen Faden. In der Sowjetunion sah sich Gorbatschow den Putschversuchen der Altkommunisten ausgesetzt und Frankreich sowie Großbritannien hatten Sorge vor einem starken wiedervereinigten Deutschland. Bundeskanzler Kohl hat in zahllosen Gesprächs- und Verhandlungsrunden das diplomatische Meisterwerk vollbracht, die internationale Staatengemeinschaft 45 Jahre nach Kriegsende vom historischen Gebot der Wiedervereinigung des geteilten Deutschland zu überzeugen“, so Bauer.

„Allen Menschen, die damals unter Gefahr für Leib und Leben auf die Straße gegangen sind und das Ende der sozialistischen Diktatur eingeläutet haben, gilt heute unser Dank, tiefe Anerkennung und großer Respekt. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass wir am Ende des 20. Jahrhunderts wieder ein anerkanntes und geachtetes Mitglied in der internationalen Völkergemeinschaft geworden sind. Dieses Ereignis wollen wir am 3. Oktober mit Dankbarkeit in Frankfurt feiern“, erklärte Bauer.

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