Zum politischen Aschermittwoch war der Landratskandidat Christian Engelhardt bei der CDU Bensheim zu Gast. Zu Beginn kam der CDU Landratskandidat auf die großen Themen der Weltpolitik zu sprechen. Ukraine-Konflikt, Griechenland-Krise und terroristische Anschläge seien derzeit das, was die Menschen weltweit in Atem hält.

Engelhardt betonte, dass die Werte der Demokratie unter allen Umständen und gegen alle Widerstände verteidigt werden müssen „und zu den Werten einer funktionierenden Demokratie gehört eben auch die Meinungsfreiheit“. Aus diesem Grund sei es eine erschreckende Entwicklung, dass man aus Angst vor terroristischen Anschlägen Fastnachtsumzüge absagen müsse. Hier sehe man, wie „wichtig das Gut Sicherheit ist, denn das Fehlen von Sicherheit ist immer auch eine Einschränkung von Freiheit“, erläuterte der Landratskandidat.

Auch der Länderfinanzausgleich war Thema des politischen Aschermittwochs in Bensheim. „Es kann ja wohl nicht sein, dass wir in Hessen sparsam wirtschaften, eine Schuldenbremse einführen und uns nach der Decke strecken und dann werden vom Geld der hessischen Steuerzahler in Rheinland-Pfalz die Kinder umsonst in den Kindergarten geschickt und abenteuerliche Rennstreckenprojekte an die Wand gefahren“, prangerte Engelhardt den fehlenden Sparanreiz als entscheidenden Systemfehler des Länderfinanzausgleichs an. Bezüglich der Kommunalpolitik prangerte der Landratskandidat die finanzielle Situation der Kommunen an. Hier sei eine bessere Ausstattung an Finanzmitteln vonnöten, so das gewährleistet ist, dass die Kommunen ihre Aufgaben auch erfüllen können.

Nötig ist laut Engelhardt die Einführung des Prinzips: „Wer bestellt – bezahlt“. Es könne nicht sein, dass der Bund und das Land Aufgaben beschließen, deren Finanzierung letztlich an den Kommunen hängen bleibt, so der Landratskandidat. Lobende Worte fand der Landratskandidat bezüglich des Schulstandorts und der wirtschaftlichen Entwicklung Bensheims. „Bensheim hat eine hervorragende Entwicklung hinter sich und darf darauf mit Fug und Recht stolz sein. Vor ein paar Jahren lag Weinheim in vielen Dingen noch vor Bensheim, doch nun hat Bensheim Weinheim abgehängt“, lobte Engelhardt. Ganz besonders wichtig für die Zukunft des Kreises Bergstraße sei das Thema Schule und Bildung. Hier betonte der Kandidat wie wichtig der Erhalt des differenzierten Schulsystems sei, damit wirklich jedes Kind bestmöglich in seiner Entwicklung gefördert werde. Zum einen ist es wichtig Exzellenz zu fördern um unsere innovative Wirtschaft mit Fachkräften zu versorgen, zum anderen ist es aber ebenso wichtig, dass kein Kind auf der Strecke bleibt. „Die Qualität unserer Schulen entscheidet über die Zukunft unserer Kinder“, so der Landratskandidat, „deshalb will ich das bestehende System erhalten und verbessern und die Einführung einer flächendeckenden Nachmittagsbetreuung vorantreiben“.

Am Herzen liegt dem Landratskandidaten auch eine wohnortnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung. Hier müsse man über Konzepte der Mobilitätsförderung von Ärzten und – vor dem Hintergrund, dass fast 70% der Medizinstudenten weiblich sind - über kluge Teilzeitmodelle zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf nachdenken, so Engelhardt. Plänen, dass jede Kommune einen eigenen Arzt anstellen soll, erteilte Engelhardt eine klare Absage. „Das löst die Probleme nicht. Wir können nicht alles mit eigenem Personal machen was vor Ort fehlt“ betonte Engelhardt. „Der Staat muss sich nicht um alles kümmern! Dort wo etwas gut funktioniert sollte der Staat die Finger aus dem Spiel lassen und dort wo etwas nicht funktioniert gilt es kluge Konzepte zu entwickeln. Der Ruf nach dem allzuständigen Staat, der sich um alles kümmert ist weder finanzierbar noch zeitgemäß“, betonte der Landratskandidat.

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