„Der Hessische Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz und der Vizepräsident des Hessischen Landesfeuerwehrverbandes, Wolfgang Reinhardt, haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die es allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Hessen ermöglicht, mit den örtlichen freiwilligen Feuerwehren eigenständige lokale Kooperationen einzugehen. So können diese für ein Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr in der Schule werben und bei den hessischen Schülerinnen und Schülern das Interesse für ein solch wichtiges ehrenamtliches Engagement wecken.

Es ist wichtig und richtig, bei Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft, soziale Verantwortung zu übernehmen, zu stärken und ihre sozialen und personalen Kompetenzen zu fördern. Die Schüler können so spannende Erfahrungen und Einblicke gewinnen. Kooperationen im Rahmen der Zusammenarbeit können beispielsweise freiwillige und unbenotete Arbeitsgemeinschaften, Projekte und andere Wahlangebote sein, die von Schulen gemeinsam mit den Feuerwehren initiiert werden und somit zudem auch eine schulische Veranstaltung im Sinne des Hessischen Schulgesetzes darstellen können.

Wahlangebote im Rahmen der jeweiligen Kooperationsabkommen werden durch geeignetes Personal der Feuerwehr durchgeführt und von einer Lehrkraft assistierend begleitet. Kooperationen dieser Art können auch Bestandteil der inhaltlichen Ausgestaltung der jeweiligen Ganztagsangebote an den Schulen sein. Alle geleisteten ‚Projekt-Unterrichtsstunden‘ werden zudem vergütet. So können beispielsweise Selbstständige Allgemeinbildende Schulen (SES) aus ihren eigenen Budgetmitteln darüber entscheiden, wie viel Geld sie aufwenden möchten. Alternativ können in Abstimmung mit dem Schulträger auch Ganztagsmittel, die im Rahmen des Programms „Mittel statt Stelle“ den Schulträgern als Zuwendung bewilligt werden, eingesetzt werden.

Ich hoffe, dass möglichst viele Schulen und Feuerwehren diese neue Möglichkeit nutzen. Sie ist in beider Interesse. Ehrenamtliches Engagement, gerade bei der Feuerwehr, ist enorm wichtig und dient letztlich der Allgemeinheit“, informiert der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer (CDU).

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