Der Innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Alexander Bauer, erklärte zur heute erschienenen Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundes:

„Die Anstrengungen der Union in der Sicherheitspolitik kommen den Bürgerinnen und Bürger zugute.“ Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, sei – nach Bayern und Baden-Württemberg - nirgends so niedrig wie in unserem Bundesland. Hessen liege mit 6.429 Fällen pro 100.000 Einwohner deutlich besser als der Bundesdurchschnitt (7.404 Fälle pro 100.000 Einwohner) und damit insgesamt auf einem sehr guten dritten Platz aller Bundesländer. „Auch die Aufklärungsquote ist in Hessen besser als im Bundesdurchschnitt. Dabei haben wir uns in Hessen deutlich mehr steigern können, als dies im Bundesgebiet insgesamt gelungen ist.

Stieg die Aufklärungsquote im Bundesdurchschnitt immerhin noch um 0,1 Prozentpunkte auf nunmehr 54,5 Prozent, konnten wir in Hessen 2013 einen neuen Rekordwert erreichen und die Aufklärungsquote um 0,7 Prozentpunkte auf nunmehr 59,5 Prozent steigern. Hessen schneidet damit deutlich besser ab als der Bund insgesamt. Dies haben wir vor allem der engagierten Arbeit der hessischen Polizei zu verdanken“, so Bauer. Erfolge gebe es aber auch bei den Fallzahlen zu vermelden. Auch hier liege Hessen besser als der Bundesdurchschnitt. Während bundesweit die Fallzahlen um 0,6 Prozent gesunken sind, konnte in Hessen ein Rückgang um 2,2 Prozent verzeichnet werden. „Das sind 8.847 Fälle in Hessen weniger. Das sind keine abstrakten Zahlen: 8.847 Fälle weniger b edeuten auch 8.847 Opfer weniger“, erläuterte Bauer. „Ich freue mich sehr über diesen Erfolg. Aber jede Straftat bleibt eine zu viel.

Als CDU werden wir daher auch künftig nicht nachlassen, die richtigen Weichen für mehr Sicherheit unserer hessischen Bürgerinnen und Bürger zu stellen“, so Bauer. Es gebe auch Herausforderungen. So verzeichne Frankfurt am Main mit 16.292 Fällen pro 100.000 Einwohner den höchsten Wert. Es zeuge aber von fehlendem Sachverstand, hieraus Versäumnisse bei der engagierten Arbeit der Sicherheitsbehörden ableiten zu wollen. „Richtig ist, dass durch den Frankfurter Flughafen – einem der größten Flughäfen der Welt – statistisch zahlreiche Delikte der hessischen Metropole zugeschrieben werden. Wichtig ist daher, die Aufklärungsquote in den Blick zu nehmen.

Hier weist Frankfurt am Main mit 60,2 Prozent einen hervorragenden Wert aus. Zum Vergleich: In Düsseldorf liegt die Aufklärungsquote bei nur 44,8 Prozent, in Berlin bei nur 43,7 Prozent und in Köln gar nur bei 42,9 Prozent“, stellte Bauer fest. „Eine Herausforderung bleiben die Wohnungseinbrüche. Beim Wohnungseinbruch sind die Fallzahlen im Jahr 2013 leider auch in Hessen leicht um 2,1%-Punkte (+ 225 Fälle) gestiegen (Vergleich Bund: Anstieg um 3,7 Prozent). Ursache dafür sind mobile organisierte Banden. Wir werden genau schauen, wie wir Taten dieser Gruppen bundesweit effektiver bekämpfen können. Jeder Einbruch in die eigenen vier Wände ist für die Betroffenen eine oft traumatische Erfahrung.

Unser Augenmerk gilt daher neben der entschlossenen Verfolgung dieser Straftaten gerade auch der Verhinderung von Wohnungseinbrüchen. Zum einen mittels polizeilicher Beratung zur Sicherung von Haus und Wohnung, zum anderen aber auch durch gezielte Kontrollmaßnahmen und Präsenz von Polizeibeamten auf der Straße, die mögliche Täter abschreckt. Diese Maßnahmen werden wir mit Nachdruck weiterführen. Immerhin: In etwa vier von zehn Fällen erreichen Wohnungseinbrecher nicht ihr Ziel. Hier müssen wir weiter ansetzen. Neben der konsequenten Verfolgung durch die Polizei ist die Prävention ein ganz wichtiger Baustein, um die Menschen vor Wohnungseinbrüchen zu schützen.

Jeder Einzelne kann viel tun, um selbst vorzubeugen. Die Polizei leistet dabei Unterstützung. 5.000 Objektberatungen und weit über 100 Einsätze des Präventionsmobils wurden in Hessen durchgeführt. Erfolgreich waren auch die Kampagnen während der Ferienzeit ‚Sicheres Hessen. Einbrechern einen Riegel vorschieben…!‘ und die ‚Offensive gegen Wohnungseinbrüche‘“, so Bauer. Unter http://www.k-einbruch.de/ könne sich zudem jeder Bürger über vorbeugende Maßnahmen informieren. „Hessen ist ein sehr sicheres Bundesland. Darauf sind wir stolz. Darauf werden wir uns aber nicht ausruhen. Auch für die nächsten Jahre gilt: Sicherheit hat in Hessen oberste Priorität", sagte Bauer.

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