Lärm begleitet unseren Alltag in einem so dicht besiedelten, verkehrsreichen und stark industrialisierten Land. Zu den Lärmquellen zählt auch der Schienenverkehr, wovon die Bürger entlang der stark befahrenen  Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim besonders betroffen sind. Nach vorliegenden Prognosen wird der Personen- und Güterverkehr auf der Schiene in der Zukunft noch zunehmen. Im Rahmen der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage zum Lärmschutz an Schienenstrecken hat die Landesregierung dem Bergsträßer Angeordneten Alexander Bauer (CDU) geantwortet und erneut Position bezogen. „Für mich ich der Lärmschutz an der Bestandsstrecke ein wichtiges Thema“, so Bauer, der hier die Belange der Bürgerinnen und Bürger von Groß-Rohrheim, Biblis, Bürstadt, Bobstadt und Lampertheim ganz besonders im Blick hat. 
„Für Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Lärmminderung ist die DB Netz AG als Betreiber zuständig“ erläutert Bauer. Der Bund habe die entsprechenden rechtlichen und materiellen Voraussetzungen zu schaffen. Die hessische Landesregierung habe sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Belastung der Bürger durch Bahnlärm mit einem umfangreichen Forderungskatalog an den Bund und die DB AG gewandt und gemeinsam mit anderen Bundesländern durch Bundesratsentschluss entsprechende Forderungen gestellt. Hessen fordere unter anderem netzweit ein Verbot des Einsatzes lauter Güterwagen mit Graugussbremsen, die weitere Absenkung der Lärmsanierungswerte für Bestandsstrecken und die Erweiterung des Lärmsanierungsprogramms an Bestandsstrecken um den Erschütterungsschutz. Zudem werde auch ein konkreter Zeit- und Stufenplan zur Umsetzung des im nationalen Verkehrslärmschutzpaket II formulierten Ziels, den Schienenlärm zu halbieren, gefordert. Die ebenfalls erhobene Forderung der Landesregierung nach einer weit höheren lärmabhängigen Differenzierung der Trassenpreise und den Entwurf des Bundesrates für die gesetzliche Regelung einer deutlichen Preisdifferenzierung wurde seitens der Bundesregierung bedauerlicherweise nicht aufgegriffen. „Ich begrüße und unterstütze es, dass die hessische Landesregierung hier nicht locker lässt und die Zuständigen, also den Bund und die Deutsche Bahn, mit sinnvollen Vorschlägen nachdrücklich an ihre Verantwortung gemahnt“, so der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer in seiner Mitteilung.
 

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