„Der Kreis Bergstraße wurde als eine von sechs Modellregionen für den sogenannten

‚Pakt für den Nachmittag‘ ausgewählt. Dieser ist ein zentrales bildungspolitisches Vorhaben der Regierungskoalition aus CDU und GRÜNEN, das im Koalitionsvertrag vereinbart wurde und nun entschlossen umgesetzt wird. Der ‚Pakt für den Nachmittag‘ weitet die bestehenden Angebote auf eine flächendeckende Betreuungsmöglichkeit für alle Grundschulkinder auf freiwilliger Basis aus und knüpft damit an den erfolgreichen Ausbau der Ganztagsangebote in den vergangenen Jahren an.

Hessen hatte mit einer Betreuungsquote, die um mehr als ein Drittel über dem Bundesdurchschnitt liegt, schon bisher eine führende Position unter den westdeutschen Flächenländern. Die trotzdem noch bestehenden Versorgungslücken zu schließen, die sich hauptsächlich in städtischen Ballungszentren finden, wird in enger Zusammenarbeit von Landesregierung, den Schulträgern und bestehenden Trägervereinen und Elterninitiativen an Hessens Grundschulen ein freiwilliges Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 Uhr bis 17 Uhr für alle Eltern, die dies wünschen, sichergestellt.

In der Ausgestaltung wird sich der ‚Pakt für den Nachmittag‘ auf die drei Leitlinien Wahlfreiheit, Angebotsvielfalt und Bedarfsorientierung stützen. Mit den drei Ganztagsprofilen Pädagogische Mittagsbetreuung, offene Ganztagsschule und gebunden Ganztagsschulen und der Vielfalt der von Kommunen, Elterninitiativen und Trägervereinen organisierten Betreuungsangebote an den Grundschulen wird bereits heute eine umfassende Angebotsvielfalt sichergestellt. Die Befunde des Hessischen Rechnungshofes über eine mangelnde Akzeptanz, den nicht allerorten gleichermaßen ausgelasteten Bedarf und den in Umfragen ausgedrückten Elternwillen zugunsten freiwilliger Optionen finden dabei Berücksichtigung.

Eine wie von der SPD geforderte flächendeckende gebundene Ganztagsschule lehnen wir als Zwangsmodell ab. Der ‚Pakt für den Nachmittag‘ ist im Gegensatz dazu ein passgenau auf den individuellen Bedürfnisse der Eltern und Schüler entsprechendes Angebot, welches auch die regionalen und schulspezifischen Besonderheiten sowie die flexiblen Arbeits- und Betreuungszeiten berücksichtigt. Der Kreis Bergstraße hat in den vergangenen Jahren mit seinem eigenen `Familienfreundlichen Modell‘ bereits hervorragende Vorarbeit geleitet, die jetzt mit der Aufnahme als Modellregion mit Unterstützung des Landes weitergeführt werden kann “, freut sich Landtagsabgeordneter Alexander Bauer (CDU) in seiner Mitteilung.

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