Die jetzt veröffentlichten Zahlen der Kriminalstatistik für das zurückliegende Jahr zeigen, dass auch in 2014 unsere Polizei eine prima Arbeit geleistet hat. Im vergangenen Jahr wurden im Kreis Bergstraße mit insgesamt 9873 Straftaten über 900 Fälle weniger registriert als 2013. Von ihnen wurden wieder fast sechs von zehn Fällen aufgeklärt. Die Aufklärungsquote ist mit 58,1 % im Vergleich zum schon guten Vorjahr nochmals um 0,5 % gestiegen. Die meisten Delikte gab es wieder im Bereich der Diebstähle. Fast jedes vierte Verbrechen war ein Diebstahl. Aber hier ging die absolute Zahl zurück. Um etwa ein Drittel verringert hat sich auch die Zahl der Straftaten gegen das Leben. Die sieben Fälle wurden alle aufgeklärt. Leider verzeichnet die Zahl der Körperverletzungen einen leichten Anstieg von 800 auf 830 Fälle. Dafür ist die Aufklärungsquote hier besonders hoch und auf 95,1 % gestiegen.

Viele Bürger sind aber zu Recht besorgt über die weiterhin hohe Zahl der Einbrüche. Hier wurden mit 349 Fällen drei weniger zur Anzeige gebracht als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote ist hier von 20,4 % auf 32,4 % gestiegen. Das ist im Landesvergleich ein hoher Wert. Erfreulich ist, dass es bei etwa der Hälfte (41 %) der Wohnungseinbrüche beim Versuch bleibt. Um den Einbrechern noch öfter das Handwerk zu legen, werden die Präventionsangebote der Polizei weiter ausgebaut. Auch die sozialen Netzwerke im Internet werden zur Information genutzt. Hoffnung machen auch die Ergebnisse des Feldversuchs zur „Prognose von Wohnungseinbrüchen“.

Mittels einer speziellen Software wird aus Erfahrungswerten ermittelt, wo und wann es gehäuft zu Einbrüchen kommt. Aufgrund dieser Vorhersage widmet die Polizei diesen Orten eine gezielte Aufmerksamkeit. Das Projekt wird daher auch in weiteren Landesteilen zur Anwendung kommen. „Unseren Polizistinnen und Polizisten machen mit ihrer Arbeit das Ried, die Bergstraße, den Odenwald und das Neckartal sicher“, so Alexander Bauer in seiner Mitteilung.

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